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Auf diesen Äckern an der Autobahn 5 würde Frankfurts Planungsdezernent Mike Josef gern bauen.
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Auf diesen Äckern an der Autobahn 5 würde Frankfurts Planungsdezernent Mike Josef gern bauen.

Bevölkerung

Frankfurt schrumpft, andere Städte in Rhein-Main wachsen

  • Peter Hanack
    VonPeter Hanack
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Der Regionalverband Frankfurt-Rhein-Main sieht einen „moderaten Seitwärtstrend“ bei Bevölkerungsentwicklung in der Region. Klar ist: das starke Wachstum scheint vorbei.

Frankfurt am Main - Frankfurt schrumpft. Nach vielen Jahren des Wachstums. Aber längst nicht im gesamten Rhein-Main-Gebiet geht die Bevölkerungszahl zurück. Es gibt dort durchaus auch Zuwachs.

Die größte Kommune im Ballungsraum Rhein-Main, in der Ende 2020 mehr Menschen wohnen als zu Jahresbeginn, ist Bad Vilbel. Dort leben inzwischen nach Angaben des Regionalverbands Frankfurt-Rhein-Main 34 700 Einwohner:innen. Das sind 1,5 Prozent mehr als zwölf Monate zuvor. Stark zugelegt hat auch Friedrichsdorf, und zwar um 1,2 Prozent auf nun 25 500.

Frankfurt: Bevölkerungszahl nimmt ab

Zuwachs gab es in insgesamt zwölf der 80 Kommunen, die zum Ballungsraum zählen. Sie wuchsen 2020 zwischen 4800 Einwohner:innen, wie Hammersbach mit 1,4 Prozent, und Hochheim mit 17 000 Einwohner:innen, wo die Einwohnerschaft um 1,1 Prozent zugelegt hat. Den größten Zuwachs überhaupt verzeichneten Rosbach vor der Höhe mit 2,4 Prozent und Reichelsheim mit 1,8 Prozent; beide liegen im Wetteraukreis.

DER BALLUNGSRAUM

80 Städte und Gemeinden gehören dem Regionalverband Frankfurt-Rhein-Main an.

Rund 2,4 Millionen Menschen leben im Ballungsraum Rhein-Main, für den der Regionalverband mit der Flächennutzungsplanung zuständig ist.

Das Verbandsgebiet reicht von Münzenberg im Norden bis Groß-Gerau im Süden und von Eppstein im Westen bis Langenselbold im Osten.

Zahlen zur Bevölkerungsentwicklung und viele andere Kenndaten zur Region Rhein-Main gibt es auf der Website www.region-frankfurt.de

Tatsächlich um mehr als ein Prozent geschrumpft sind außer der Metropole Frankfurt lediglich zwei Kommunen. So hat Niederdorfelden 1,5 Prozent seiner Einwohnerschaft verloren. Lediglich 3875 Menschen leben aktuell dort. Die Bevölkerung Raunheims schrumpfte um 1,3 Prozent auf 16 100. Die meisten Kommunen, und zwar 47, stagnierten laut Regionalverband. Das heißt, die Einwohnerschaft hat sich nicht um mehr als 0,5 Prozent in die eine oder andere Richtung verändert.

„Insgesamt lässt sich aus der Bevölkerungsentwicklung im Jahr 2020 kein klarer Trend ablesen“, sagt Rouven Kötter (SPD), Erster Beigeordneter des Regionalverbands. Es gebe weder „eine deutliche Flucht aus der Stadt in die ländlichen Kommunen“ noch einzelne Räume im Verbandsgebiet, die sich eindeutig als Gewinner oder Verlierer definieren ließen. „Insgesamt kann man sagen, dass die Bevölkerungsentwicklung im Jahr 2020 keine großen Ausschläge hat und sich eher als moderater Seitwärtstrend darstellt“, sagt Kötter.

Frankfurt: geringes Wachstum in den vergangenen Jahren

Insgesamt ist die Bevölkerungszahl im Verbandsgebiet im Jahr 2020 sogar um 0,2 Prozent gestiegen, sie beträgt jetzt rund 2,4 Millionen Menschen.

Der Druck auf dem Wohnungsmarkt bleibt dennoch hoch. Rouven Kötter sieht aber auch Anzeichen für Optimismus. So wurden 2020 mehr als 10 800 Wohnungen im Verbandsgebiet fertiggestellt, davon knapp 5000 in Frankfurt. Die Zahl der Baugenehmigungen liegt bei rund 11 900 Wohneinheiten. „Dieser positive Frühindikator macht Hoffnung auf weiteren engagierten Wohnungsbau“, sagt der SPD-Politiker. Die Pandemie verschaffe der Region eine „Verschnaufpause“. Diese müsse genutzt werden, um den Druck aus dem Wohnungsmarkt zu nehmen.

Gestiegen zu sein scheint das Bedürfnis nach mehr Platz in den eigenen vier Wänden. Die Wohnfläche pro Kopf ist leicht von 43 Quadratmetern im Jahr 2019 auf 43,3 Quadratmeter im Jahr 2020 gestiegen. (Peter Hanack)

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