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Andreas Mühlherr und Susanne Hansen.

Kindeswohl

Frankfurt: Schöne Erlebnisse für eine schnelle Genesung

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Ein Verein ermöglicht psychisch kranken Kindern und Jugendlichen in Frankfurt besondere Therapien bei ihrem Klinikaufenthalt.

Wenn bei einem Kind ein psychische Erkrankung festgestellt wird, ist dies für die ganze Familie eine schwere und manchmal auch unsichere Zeit. Damit die Familien sich weniger um das Finanzielle sorgen müssen und die Erkrankten die beste Hilfe bekommen, gibt es seit vielen Jahren den Frankfurter Verein zur Unterstützung psychisch kranker Kinder und Jugendlicher.

1994 wurde der gemeinnützige Verein von Eltern sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters am Universitätsklinikum Frankfurt gegründet. „Wir wollen die Lebensumstände und Behandlungsmöglichkeiten psychisch kranker Kinder und Jugendlicher verbessern“, sagt Andreas Mühlherr, Vorsitzender des eingetragenen Vereins. Es gehe um die Förderung schwerkranker Patienten. Diese sind meist zwischen 3 und 18 Jahren und leiden unter Ängsten, Depressionen, ADHS, Psychosen, aber auch Magersucht oder Autismus.

Spenden

Der Frankfurter Verein zur Unterstützung psychisch kranker Kinder und Jugendlicher kann durch Geld- oder Sachspenden unterstützt werden.

IBAN: DE 315 105 001 504 010 019 79, BIC: NASS DE 55

Der Verein nimmt auch Mitglieder auf. Pro Jahr beträgt der Beitrag 50 Euro.

Wer möchte, kann auch seine Arbeitskraft zur Verfügung stellen.

Kontakt: Universitätsklinikum Frankfurt, Deutschordenstraße 50, E-Mail: info@verein-kinderpsychiatrie.de 

Susanne Hansen, Beisitzerin im Vereinsvorstand, erklärt: „Die Spenden, die wir erhalten, fließen alle in unsere Projekte. Wir achten darauf, dass diese stets patientennah sind.“ Dies bedeutet, dass damit Musiktherapien, Anti-Aggressions-Therapien, Ferienaktivitäten oder Therapiematerialien finanziert werden. „Die Therapien helfen, werden aber nicht von der Krankenkasse bezahlt“, sagt Hansen. Außerdem werden die Spenden genutzt, um den Kindern die Teilnahme an Ausflügen zu ermöglichen und um Aktionen zu organisieren, wie Bogenschießen im Garten, Graffiti-Workshops oder Projekte im Rahmen der Ergotherapie.

Darüber hinaus gibt es noch den Punkt Mildtätigkeit. „Wir versorgen Kinder und Jugendliche aus Familien mit geringem Einkommen mit Kleidung und Hygieneartikeln, wenn sie in die Klinik kommen“, sagt Mühlherr. 10 bis 15 Kinder pro Jahr erhalten diese Art der Hilfe. Die anderen Projekte erreichen sogar noch mehr Kinder und Jugendliche.

Der Verein hat derzeit einen fünfköpfigen Vorstand und besteht aus 32 festen Mitgliedern. „Man braucht keinen medizinischen Hintergrund“, sagt der 29 Jahre alte Vorsitzende. Manchen Mitgliedern fehle auch die Zeit sich zu engagieren, sie unterstützen den Verein mit dem Jahresbeitrag von 50 Euro oder einer höheren Spende.

Mühlherr und Hansen sind sich einig, dass die Projekte wichtig für die Genesung der Kinder sind. „Es geht darum, wieder Spaß zu haben und etwas Schönes zu erleben“, sagt die ebenfalls 29-jährige Beisitzerin. Das nächste Ziel ist eine Umgestaltung des Klinikgartens. Außerdem arbeite man gerade an einem Marketingkonzept und einer Neugestaltung der Internetseite.

„Bei vielen Projekten helfen uns Spender, die statt Geld ihr Know-how geben“, sagt Mühlherr. Auch Sachspenden, zum Beispiel an Weihnachten, seien durchaus möglich.

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