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So ist es richtig: Radelnde fahren auf der Straße, Autos mit Abstand hinterher.
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So ist es richtig: Radelnde fahren auf der Straße, Autos mit Abstand hinterher.

Mobilität

Frankfurt: Schloßstraße soll so nicht bleiben

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
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Nach dem Unfall auf der Schloßstraße in Frankfurt und anhaltenden Nötigungen durch den Autoverkehr fordert der Radentscheid Frankfurt mehr Verkehrssicherheit ein.

Der Radentscheid Frankfurt fordert die Stadt dazu auf, die Schloßstraße in Bockenheim mit einem baulich getrennten Radweg zu sichern. Wie auf der Taubenstraße oder auf der Konrad-Adenauer-Straße könne die Stadt provisorische Trennelemente nutzen.

„Anders als auf der Kurt-Schumacher-Straße und auf der Ginnheimer Hohl darf nicht erst ein tödlicher Unfall passieren, bevor die Stadt eine sichere Lösung realisiert“, sagte der Radentscheid-Sprecher Alexander Breit. Am 22. Mai sei auf der Schloßstraße bereits ein Radfahrer von einem Autofahrer schwer verletzt worden.

Auf der Schloßstraße seien Nötigungen durch Hupen, Drängeln und dichtes Überholen täglich zu beobachten. Die Stadt hatte zwischen Adalbertstraße und Ginnheimer Straße vor einem halben Jahr Tempo 30 eingeführt, den markierten Radweg entfernt, welcher in der Türzone lag, und dem Radverkehr per Verkehrszeichen erlaubt, auf der Straße zu fahren. Autos dürfen nicht überholen. Vor kurzem markierte die Stadt den Sicherheitsstreifen zur Türzone mit weißen Kreuzen, damit man ihn nicht für einen Radweg hält.

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„Trotzdem halten sich weiterhin zu viele Autofahrerinnen und Autofahrer nicht an die Regeln und nötigen oder gefährden Radfahrende“, sagte Breit. Er fuhr fort: „Nach einem halben Jahr Eingewöhnungszeit und den entsprechenden Beobachtungen und Rückmeldungen, müssen wir leider feststellen: Es funktioniert nicht.“ Offenbar gebe es in Frankfurt „zu viele rücksichtslose Egoisten“, die andere im Straßenverkehr bewusst gefährdeten.

In der Konsequenz müssten die städtischen Gremien, also das Verkehrsdezernat, die Stadtverordnetenversammlung und der Ortsbeirat 2, die unsichere Situation beheben. Der auf lange Sicht geplante Umbau der Schloßstraße müsse priorisiert werden.

Die Situation auf der Schloßstraße spiegelt aus seiner Sicht das Selbstverständnis vieler Menschen in Deutschland beim Verkehr wieder: „Autos haben Vorfahrt – egal was auf den Schildern steht“. Praktisch würden viele Radfahrerinnen und Radfahrer die Schloßstraße wegen des psychischen und physischen Drucks durch dichtes Auffahren und Hupen mittlerweile meiden.

Der Ortsbeirat 2 hatte sich dafür ausgesprochen, die rund 140 Parkplätze auf der Schloßstraße zu erhalten. „Es kann nicht sein, dass in einer solchen Situation Abstellflächen für private Kfz über die Sicherheit von Radfahrenden gestellt werden“, sagte Breit nun. „Es geht um den Schutz von Leben und Gesundheit.“ Aus seiner Sicht haben Autofahrerinnen und Autofahrer die Chance, die Flächen für den ruhenden Verkehr zu erhalten, durch ihr Verhalten verspielt.

Dieses Verkehrsschild in der Schloßstraße ist relativ neu und nicht allen ist die Bedeutung bewusst.

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