Der Spielplatz am Grüneburgpark ist am Dienstag noch sehr beliebt.
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Der Spielplatz am Grüneburgpark ist am Dienstag noch sehr beliebt.

Schließungen

Frankfurt schließt alle 589 Spielplätze

  • Thomas Stillbauer
    vonThomas Stillbauer
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Die Stadt Frankfurt macht auch Skateboardbahnen, Fitness- und Calisthenics-Parks dicht. Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) empfiehlt den Grüngürtel als Ausweichort.

Draußen zusammen spielen war gestern – seit dem heutigen Mittwoch, 18. März, sind alle städtischen Spiel- und Bolzplätze, alle Skate- und Rollsportanlagen sowie der Hafenpark geschlossen. Abenteuer- und Waldspielplätze, Fitness- und Calisthenicsparks: dicht. Dabei werde es auch „bis auf weiteres“ bleiben, kündigte die Frankfurter Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) in einer Pressemitteilung an. Schon am Dienstag war auf vielen der insgesamt 589 Spielplätze in der Stadt verhältnismäßig wenig los.

„Ich weiß, wie schwer das vielen fällt, insbesondere Familien, die kein eigenes Grün rund ums Haus haben“, äußerte die Stadträtin ihr Bedauern über die Maßnahme. Gerade die Waldspielplätze seien am Wochenende außergewöhnlich voll gewesen. „Trotzdem bitte ich alle, diese Verfügung zu respektieren und insbesondere meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom Grünflächenamt mit Verständnis zu begegnen.“

Schutz vor Ansteckung

Auslöser war der Beschluss von Bund und Ländern, öffentliche Spielflächen zum Schutz vor Ansteckung mit dem Coronavirus zu schließen. „Selbstverständlich wird das Grünflächenamt unverzüglich diesen Beschluss umsetzen und alle Spielplätze sperren“, sagte Heilig.

Dagegen sollen die städtischen Parks, das Mainufer und der Stadtwald für Erholungsuchende offenbleiben. Wer dort hingeht, ist aufgefordert, die bekannten Empfehlungen bezüglich sozialer Kontakte zu achten, darunter die Abstandsregel: einen bis zwei Meter entfernt von anderen Menschen bleiben – „auch wenn es sicher dort nun noch voller wird als üblich“, erwartet die Dezernentin.

Wie läuft die Sperrung technisch? Zäune um die Spielplätze werden abgeschlossen. Gibt es keinen Zaun, weisen Flatterband und Schilder auf die Spielpause hin. Eltern und Familien sollen Kinder und Jugendliche ermahnen, die Vorschriften einzuhalten. Stadträtin Heilig hat einen Tipp, was Familien stattdessen unternehmen können: „Wem es möglich ist, der kann jetzt vielleicht auch verstärkt unsere Rad- und Wanderwege im Frankfurter Grüngürtel erkunden“, schlägt sie vor. Einige der Wege will die Stadt bald auf ihren sozialen Kanälen vorstellen.

Mehr dazu: www.frankfurt.de

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