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Frankfurt schaltet Gaslaternen bis 2030 ab

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Von: Florian Leclerc

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Sie machen ein schönes Licht, verbrauchen aber viel Energie: Gaslaternen in Frankfurt. Foto: Rolf Oeser
Sie machen ein schönes Licht, verbrauchen aber viel Energie: Gaslaternen in Frankfurt. Foto: Rolf Oeser © Rolf Oeser

Die Stadt Bad Homburg hat ihre Gaslaternen von heute auf morgen abgeschaltet. Geht das auch in Frankfurt?

Bad Homburg hat es vorgemacht. 25 Gaslaternen schaltete die Stadt vor kurzem angesichts der stark steigenden Gaspreise ab.

In Frankfurt seien exakt 4036 Gaslaternen in Betrieb, teilte Wolfgang Siefert, Referent von Verkehrsdezernent Stefan Majer (Grüne), auf Anfrage mit. „Aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht können wir sie aber nicht von heute auf morgen abschalten“, sagte er. Die Umrüstung der Gaslaternen auf Elektroleuchten und LED laufe bereits. Sie soll 2030 abgeschlossen sein. Derzeit gebe es 69 146 Elektroleuchten in der Stadt, davon 10 367 mit LED.

Die Umrüstung von Gas auf Elektro und LED begann 2014. Damals gab es 5467 Gaslaternen in der Stadt. Die Stadtverordneten stellten 59 Millionen Euro in Aussicht, um die Umrüstung bis 2025 zu erreichen. Der frühere Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) halbierte die Haushaltsmittel für die Umrüstung allerdings mit Verweis auf Sparzwänge. Damit hätte sich das Aus für die Gaslaternen auf 2046 verschoben.

Eine Gaslaterne verbraucht 6200 Kilowattstunden im Jahr

Die Koalition aus Grünen, SPD, FDP und Volt will die Umrüstung nun wieder mehr in den Vordergrund rücken. Im Haushalt 2022 sind sechs Millionen Euro vorgesehen statt vormals 2,5 Millionen Euro. Ziel sei, dass Frankfurt bis 2035 klimaneutral werde. „Die Umrüstung würde sich auch lohnen, wenn die Energiepreise nicht so stark anziehen würden“, sagte Siefert. Elektroleuchten und LED bräuchten viel weniger Energie als Gaslaternen.

Eine Gaslaterne verbraucht dem Magistrat zufolge pro Jahr etwa 6200 Kilowattstunden - das ist laut Vergleichsportal Verivox in etwa so viel, wie ein Singlehaushalt für Heizung und Warmwasser benötigt.

Die Linke im Frankfurter Römer hatte per Antrag gefragt, ob man morgens und abends, wenn es draußen einigermaßen hell sei, auf die Beleuchtung verzichten könne. „Die Technik in den Gaslaternen ist fix“, sagte Siefert. Würde man morgens die Erhaltungsflamme in den Laternen früher abschalten, müsste sie abends händisch wieder angeschaltet werden.

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