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Die Paulskirche im Herzen der Stadt.

Kultur

Frankfurt: Sanierung der Paulskirche liegt auf Eis

  • Florian Leclerc
    vonFlorian Leclerc
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Die Stabsstelle kann keine Aufträge ausschreiben, weil nicht klar ist, wie der Bund mitmischt. Die Sanierung der Frankfurter Paulskirche verschiebt sich so auf ungewisse Dauer.

Die Sanierung der Frankfurter Paulskirche verzögert sich weit über das Jahr 2023 hinaus. Als Grund wird die Beteiligung des Bundes genannt.

Unter Leitung von Kulturstaatsministerin Monika Grütters soll ein Gesamtkonzept für die Sanierung der Paulskirche, das Haus der Demokratie und eine Stiftung für Orte der deutschen Demokratiegeschichte in Frankfurt vorgelegt werden. Die Präsentation ist für den 18. Mai 2023 geplant – 175 Jahre zuvor tagte an diesem Tag erstmals ein gesamtdeutsches Parlament, die Frankfurter Nationalversammlung in der Paulskirche.

In Frankfurt beschäftigt sich seit Januar die Stabsstelle Paulskirche unter Leitung der Architektin Andrea Lotz-Bauscher mit der Sanierung. Die Stabsstelle ist beim Dezernat für Bau und Immobilien angesiedelt. Sie hat einen Rahmenterminplan erstellt, in dem alle anstehenden Arbeiten und Ausschreibungen festgelegt sind.

Damit die Arbeiten nach dem Jubiläum am 18. Mai 2023 hätten beginnen können, hätten sie „im Sommer“ ausgeschrieben werden müssen, sagt Günter Murr, der Sprecher von Baudezernent Jan Schneider (CDU). „Der Vorgang liegt momentan auf Eis.“ Es sei noch unklar, welche Rolle der Bund bei dem Projekt spielen werde. Falls die Arbeiten erst mit der Vorstellung des Gesamtkonzepts ausgeschrieben werden könnten, werde sich das Projekt um mehrere Jahre verzögern. „Wir stehen aber bereit, die Leistungen auszuschreiben.“

Bislang habe die Stabsstelle die Bestuhlung mit Blick auf die Flucht- und Rettungswege überprüft. Externe Experten wurden beauftragt, die Bauhistorie des Gebäudes zu untersuchen, die Natursteinfassade und die Oberflächen im Inneren sowie den Zustand des Dachs von 1947 unter die Lupe zu nehmen. Der bauliche Zustand der Paulskirche lasse es zu, dass weiterhin Veranstaltungen stattfinden könnten.

Die Stabsstelle soll sich neben dem Brandschutzkonzept und den Rissen im Mauerwerk auch um den Aufgang zum Glockenstuhl, die Fenster, die Heizung, die Lüftung, die Sanitäranlagen, die Beleuchtung, die Raumakustik und die Elektroinstallationen kümmern. Die planerischen Mittel liegen bei vier Millionen Euro.

Im September teilte der Magistrat auf eine Anfrage der „Frankfurter-Fraktion“ mit: „Derzeit prüft die Stabsstelle, wie dem Projekt ein zügiger Fortgang gegeben werden kann.“

„Wir hoffen, dass wir die offenen Fragen schnellstmöglich klären können“, sagt Murr.

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