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Tanz und Gedenken

Frankfurt: Salsa geht auf dem Campus weiter

  • Thomas Stillbauer
    VonThomas Stillbauer
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Die Tanzgruppen verlassen die jüdische Gedenkstätte und sind zufrieden mit dem Campus Bockenheim – vorerst.

Ein Anfang ist gemacht: Die Salsa-Tänzerinnen und -Tänzer, die nicht mehr am bisherigen Standort an der Europäischen Zentralbank (EZB) tanzen sollen, haben sich bislang zweimal auf dem Uni-Campus Bockenheim getroffen. „Das ist sehr gut gelaufen“, sagt Jumas Medoff, der Vorsitzende der Kommunalen Ausländervertretung (KAV), der sich als Mediator in den Konflikt eingeschaltet hatte.

Vor der EZB waren die bis zu 500 Tanzenden der Gedenkstätte zu nahe gekommen, die an die deportierte und ermordete jüdische Frankfurter Bevölkerung im Nationalsozialismus erinnert. Die Tanzschritte auf Gedenkinschriften hatten für Proteste gesorgt. Als Ausweichquartier hatte Medoff den Innenhof der Universität ins Gespräch gebracht, der einer Zukunft als Kulturcampus entgegensieht. Die Idee befanden das Uni-Präsidium, das Kulturdezernat und auch ein eigens einberufener Runder Tisch für erprobenswert.

Rhythmen bis in die Nacht

Schon am Mittwoch voriger Woche seien Tanzgruppen zum ersten Mal auf den Campus gekommen, berichtet Medoff. Da habe die Polizei allerdings um kurz nach 23 Uhr das Vergnügen beendet – weil die Behörden offenbar nicht über die Tanzversuche informiert worden seien, sagt der KAV-Vorsitzende. Am Freitag hingegen hätten rund 90 Personen ungestört von 19.30 Uhr bis nach 1 Uhr nachts vor dem Juridicum an der Senckenberganlage getanzt; zu später Stunde mit etwas leiserer Musik. An diesem Freitag, 24. September, soll wieder von 19.30 Uhr an getanzt werden.

„Die Leute haben gesagt, die Toilettensituation und auch die Anfahrt mit der U-Bahn seien auf dem Campus besser als vor der EZB“, sagt Medoff, der gemeinsam mit Michael Bach von der Jüdischen Gemeinde nach einer Lösung gesucht hatte. Zwar gebe es einige Salsa-Fans, die weiterhin am Osthafen tanzen wollten; sie hätten sich aber nahe dem Mainufer getroffen, etwa 100 Meter entfernt von der Gedenkstätte. Mindestens zehn DJs und Tanzleitungen seien an der Salsa-Bewegung beteiligt, nicht alle hätten dieselben Interessen.

In Bockenheim seien Passanten zum Zuschauen gekommen, auch andere Gruppen, die sich regelmäßig auf dem Campus treffen, hätten das Treiben interessiert verfolgt. Die Salsa-Gruppen haben mobile Musikanlagen dabei, batteriebetrieben, mit Laptop, DJ-Pult und Lautsprechern.

Der Runde Tisch wolle sich ein weiteres Mal treffen und über eine langfristige Lösung über diese Saison hinaus beraten, die wegen der Temperaturen bald zu Ende gehe, sagt Jumas Medoff. Zu klären sei unter anderem die Frage eines geeigneten Tanzbodens.

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