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Frankfurt: S6-Ausbau bleibt wirtschaftlich

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Von: Florian Leclerc

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Die Bahnstrecke von Frankfurt nach Bad Vilbel wird von zwei auf vier Gleise ausgebaut. Foto: Rolf Oeser
Die Bahnstrecke von Frankfurt nach Bad Vilbel wird von zwei auf vier Gleise ausgebaut. © Rolf Oeser

Das hessische Verkehrsministerium betont angesichts von höheren Kosten den Nutzen des Bahnausbaus von Frankfurt nach Bad Vilbel.

Das hessische Verkehrsministerium sieht die Kostensteigerung beim Bahnausbau zwischen dem Frankfurter Westbahnhof und Bad Vilbel nicht als Gefahr für die Wirtschaftlichkeit des Projekts.

Schon 2020 habe Staatssekretär Jens Deutschendorf (Grüne) bei einem Pressetermin mündlich die Summe von 570 Millionen Euro genannt – allerdings war damals nicht klar, dass es sich dabei um die Kosten für den ersten Bauabschnitt von Frankfurt bis Bad Vilbel handelt – nicht für den ersten und den zweiten Bauabschnitt bis weiter nach Friedberg. Bis dahin war man von 550 Millionen Euro für beide Bauabschnitte ausgegangen, wie sie auch in der Nutzen-Kosten-Untersuchung aufgeführt sind.

Das Eisenbahnbundesamt habe die erhöhten Kosten bereits geprüft, so eine Sprecherin des Ministeriums. Das Land habe die Kosten in das Bundesfinanzierungsprogramm eingestellt. „Die Kosten sind durch die Wirtschaftlichkeitsrechnung der DB abgedeckt.“

Bisher kein Baurecht für zweite Ausbaustufe

Für den zweiten Abschnitt liege noch kein Baurecht vor. Erst in diesem Stadium sei eine konkrete Kostenberechnung möglich. „Falls für den zweiten Abschnitt so hohe Kosten ermittelt würden, dass eine Förderfähigkeit für diesen Abschnitt durch die bereits bestehende Wirtschaftlichkeitsberechnung nicht mehr nachgewiesen werden könnte, würde eine neue Nutzen-Kosten-Untersuchung durchgeführt werden“, so die Sprecherin weiter.

Das Ministerium gab sich zuversichtlich hinsichtlich einer weiteren Förderung seitens des Bundes. Zuletzt habe der Bund das Bewertungsverfahren überarbeitet, um den gesellschaftliche Nutzen von Projekten des öffentlichen Nahverkehrs zu betonen. „Auf Basis des neuen Verfahrens wäre für den zweiten Abschnitt der S6 ein wesentlich besseres Ergebnis im Hinblick auf den Nutzen und damit auf die Wirtschaftlichkeit und Förderfähigkeit zu erwarten“, sagte sie.

Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) hielt fest: „Mit dem Ausbau der S6 wird nach dem Bau des Homburger Damms ein weiteres Nadelöhr im öffentlichen Schienennahverkehr im Rhein-Main-Gebiet beseitigt werden. Wir benötigen die erhöhte Kapazität durch die beiden zusätzlichen Gleise, um am Ende nicht nur mehr als fünf Minuten schneller und pünktlicher auf dem Weg von Bad Vilbel nach Frankfurt zu sein, sondern auch, damit der gesamte Bahnverkehr aus Mittelhessen nach Frankfurt verbessert werden kann.“ Das könne für viele Bürgerinnen und Bürger ein Grund sein, dass Auto stehen zu lassen und die umweltfreundliche Schiene zu nutzen.

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