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Frankfurt: Rund 20 Tonnen Extramüll an Silvester

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Von: Timur Tinç

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Schon in der Nacht wird am Opernplatz der größte Müll zusammengekehrt.
Schon in der Nacht wird am Opernplatz der größte Müll zusammengekehrt. © Monika Müller

Die FES ist an Neujahr mit 70 Mitarbeitenden im Einsatz und wird noch bis Ende der Woche beschäftigt sein. Die Ahmadiyya-Gemeinde hilft mit, am Mainufer sauber zu machen.

Schon kurz nach Mitternacht waren Mitarbeitende des Frankfurter Entsorgungs-Service (FES) unterwegs, um den Silvestermüll von den Brücken fortzuräumen. Mehr als 70 Mitarbeitende waren am Neujahrstag in den verschieden Stadtteilen, um die Überreste von Böllern, Glasflaschen und sonstigen Unrat wegzuschaffen. Besondere Hotspots waren das Mainufer und die Innenstadt, wo schon mitten in der Nacht neben den städtischen Mülleimern jede Menge Müll wie Pizzakartons und Flaschen herumstanden. Der Römerberg war voller Glasscherben.

Parks sehen „wüst“ aus

„Unsere Beobachtung ist, die Leute haben alles nachgeholt und noch etwas draufgepackt“, sagte FES-Sprecher Michael Werner am Sonntag. Mit bis zu 20 Tonnen Extramüll rechnet das städtische Entsorgungsunternehmen. Das entspreche dem Aufkommen der Zeit vor Ausbruch der Coronavirus-Pandemie. „Wir werden wahrscheinlich bis Ende der Woche beschäftigt sein“, sagte Werner. Zumal auch viele Parkanlagen und Grünflächen, wie der Lohrberg oder Ostpark, „wüst aussehen“, wie es Werner beschreibt.

Am frühen Morgen war Klima- und Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) mit Mitgliedern der Ahmadiyya-Gemeinde am Mainufer, um den größten Müll händisch aufzulesen. Vor allem die Batterien können nicht maschinell eingesammelt werden. „Sie räumen freiwillig den Müll weg, den andere innerhalb weniger Stunden auf unseren Plätzen hinterlassen haben. Das verdient unsere Anerkennung und sollte anderen Vorbild sein“, sagte Heilig.

Sie könne verstehen, dass sich viele nach den vergangenen zwei Jahren mit Corona-Beschränkungen auf ein unbeschwertes Feiern in das Neue Jahr gefreut hätten. „Aber man muss die Frage stellen dürfen, ob diese Art des Feierns noch zeitgemäß ist angesichts der erhöhten Feinstaubwerte durch die Silvesterknaller, des Lärms, den sie verursachen, der aber vielen Menschen und Tieren Angst macht, und nicht zuletzt angesichts der vielen Tonnen unnötigen Mülls“, sagte Heilig.

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