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Frankfurt ruft zum Wassersparen auf

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Von: Thomas Stillbauer

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Start an der Hauptwache: Klima- und Umweltdezernentin Heilig und Umweltamtsleiter Dommermuth plakatieren.
Start an der Hauptwache: Klima- und Umweltdezernentin Heilig und Umweltamtsleiter Dommermuth plakatieren. © Renate Hoyer

Klimadezernentin Heilig startet eine Kampagne an den Litfaßsäulen und im Internet. Grundwasserspiegel sind „unglaublich abgesunken“.

Humor hat er, der Klimawandel. Zum Start der Kampagne „Frankfurt spart Wasser“ schüttet es erst mal vom Himmel, als hätten wir das Wassersparen gar nicht nötig. Haben wir aber, versichert Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne).

„Durch den Klimawandel sind unsere Grundwasserspiegel unglaublich abgesunken“, sagt die Stadträtin am Dienstag an der Hauptwache. Da klebt sie mit Umweltamtsleiter Peter Dommermuth das Plakat zur Kampagne an die erste von insgesamt 317 Litfaßsäulen. „Frankfurt spart Wasser“ steht drauf, und die Motivationsbotschaft: „Jede*r ein bisschen, zusammen ganz viel. Mach mit!“

Es leiden Mensch und Natur, wenn das Wasser fehlt, sagt Heilig. Den Böden merke man schon wieder an, dass sie staubig werden, weil es seltener regnet. In den 90er Jahren habe es schon mal eine Kampagne gegeben, um 20 Prozent sei der Wasserverbrauch damals zurückgegangen, berichtet die Dezernentin: „Wir wollen noch besser werden.“

125 Liter am Tag verbraucht statistisch jede Person in Frankfurt am Tag. Das muss weniger werden. Beim Gemüseputzen das Wasser auffangen und damit Balkonpflanzen gießen: hilft. Beim Zähneputzen den Hahn abdrehen: hilft. Brauchwassersystem für die Stadt: würde sehr helfen. Bis das kommt, braucht es noch viel Zeit. Deshalb heißt es ja Brauchwassersystem, scherzen die Kiebitze.

Was es schon gibt, ist ein Wasserkonzept, sagt Dommermuth. Im Februar vorgestellt, setzt es etwa auf Mainwasser, mehr eigene Brunnen im Stadtgebiet und weniger Verschwendung. Auch die Sparkampagne ist Teil dieses Konzepts, das außerhalb Frankfurts nicht durchgängig überzeugte. Darin steht, dass die Stadt auch künftig nur 25 Prozent ihres Bedarfs selbst decken kann. Umso wichtiger ist das Sparen. „Es gibt Menschen, die zwei-, dreimal am Tag duschen“, sagt Dommermuth. Da sei Sparpotenzial. Mehr Tipps: www.frankfurt.de/wassersparen

Beim Gewinnspiel in sozialen Medien winken Trinkflaschen aus Glas mit Kampagnenmotto. Postkarten mit Sprüchen („Ich dreh ab“) liegen in Bibliotheken und Cafés aus. Drei Wochen läuft die Plakatkampagne. Dann ist Sommer. „Die Hoffnung ist, dass dann jede und jeder sagt: Mensch, ich muss auf meinen Wasserverbrauch achten“, sagt Heilig.

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