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Frankfurt: „Rote Karte“ für Feldmann

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Vor dem Römer wird weiter demonstriert. Christoph Boeckheler
Vor dem Römer wird weiter demonstriert. Christoph Boeckheler © christoph boeckheler*

Die „Frau mit dem Schild“ und weitere Demonstrant:innen vor dem Römer sind mit der Erklärung des OB nicht zufrieden.

Die „Frau mit dem Schild“ steht am Mittwochabend um 18 Uhr wieder vor dem Römer -so wie weitere Teilnehmerinnen und Teilnehmer einer Anti-Feldmann-Demonstration.

Ein Mann, der demonstriert, gleichzeitig aber auch als Ordner für die Veranstaltung auftritt, sagt, es sei zwar gut, dass Bewegung in die Sache komme. Gleichzeitig zeigt er sich über Feldmanns Erklärung, im Januar zurücktreten zu wollen, enttäuscht. „Ich würde ihm nicht trauen“, sagt der Mann. Die Parteien dürften jetzt nicht nachlassen und sollten in der Stadtverordnetenversammlung am 14. Juli das Abwahlverfahren einleiten.

Die „Frau mit dem Schild“ spricht dann zu den versammelten Menschen: „Ich bin noch nicht zufrieden“. Sie könne nicht erkennen, dass Feldmann sein Amt wirklich freiwillig niederlege, und zitiert dann aus Zeitungen, die über Feldmanns Absichtserklärung vom Dienstag berichtet hatten.

Zu dem Strafverfahren gegen den Oberbürgermeister wegen der AWO-Affäre sagt sie: „Für mich fühlt es sich an, als würde Frankfurt mit auf der Anklagebank sitzen.“ Das sei würdelos.

Sie befürchte auch, Feldmann werde trotz seiner Erklärung weiterhin im Amt bleibt. Ob er im Januar wirklich zurücktrete, sei doch völlig offen.

Diese Meinung teilen weitere Demonstrant:innen. Mit einer „Roten Karte für Peter Feldmann“ wollen sie Peter Feldmann sofort vom Platz stellen - beziehungsweise zum Rücktritt auffordern.

Ralf Kleinschmidt sagt, er habe Feldmann zwar gewählt, aber die Skandale seien nun einfach zu viel geworden. „Den AWO-Skandal finde ich am schlimmsten“, sagt der Mann. Er sei direkt nach der Arbeit aus Oberursel zum Römer gefahren, um zu demonstrieren.

Bei der Veranstaltung konnten die Menschen auch eine Postkarte an den Oberbürgermeister schreiben. Schon 1500 Postkarten habe die „Frau mit dem Schild“ gesammelt, sagt sie. Diese würden dann im Rathaus abgegeben. Ihr Schild mit der Aufschrift „Rücktritt Feldmann jetzt“ habe sie schon seit dem 19. Mai. Damals riss Feldmann den Europapokal von Eintracht Frankfurt an sich.

Am meisten ärgere es die „Frau mit dem Schild“, dass viele Menschen meinten, Feldmann habe das Amt quasi schon niedergelegt. „Ich stehe jetzt auf der Straße und muss den Leuten erklären, dass er noch gar nicht zurückgetreten ist.“

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