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Frankfurt: Romeo und Julia in der Akrobatikwelt

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Der Chinesische Nationalcircus gastiert mit Musik von David Bowie und einer Geschchte über Romeo und Julia in Frankfurt. Foto: Chinesischer Nationalcircus
Der Chinesische Nationalcircus gastiert mit Musik von David Bowie und einer Geschchte über Romeo und Julia in Frankfurt. Foto: Chinesischer Nationalcircus © Chinesischer Nationalcircus

Der Chinesische Nationalcircus präsentiert die Premiere der neuen Show „China Girl“ am 26. August in Frankfurt

Raoul Schoregge, der einst als Clown bekanntgeworden ist und seit mehr als 20 Jahren den Chinesischen Nationalcircus leitet, beklagt, „dass die Menschen über die letzten zwei Jahre umerzogen wurden“. Weg von den Bühnen, rein in einen Kokon aus Netflix und Fernsehen. Das will Schoregge gemeinsam mit Produzent Hermjo Klein mit der neuen Show „China Girl“ ändern – die Menschen sollen wieder rauskommen und Entertainment persönlich erleben.

Was vom 26. bis zum 31. August im Zoom zu erleben sein wird, sei eine „circensische Theatershow“, eine moderne Interpretation von Romeo und Julia, angesiedelt im New York City der 1980er Jahre. Tanz und Akrobatik stehen im Mittelpunkt des „Acrobatical“.

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Die Premiere von „China Girl“ findet am Freitag, 26. August, ab 20 Uhr im Zoom, Carl-Benz-Straße 21, statt.

Weitere Vorstellungen am gleichen Ort gibt es am 27. August um 15 und 19 Uhr, am 28. August um 14 und 19 Uhr sowie am 29., 30. und 31. August, jeweils um 20 Uhr.

Tickets gibt es ab 32,50 Euro online auf www.eventim.de zu kaufen.

„China Girl“ soll auf der wahren Geschichte einer chinesischen Akrobatin im Nationalcircus basieren. Diese habe sich in einen italienischen Stuntman verliebt, und das sei, wie Schoregge ausführt, sowohl für die italienische Familie des Stuntmans als auch für die chinesische Familie der Akrobatin schwer zu akzeptieren gewesen.

Zu dieser Geschichte gibt es Musik von der britischen Popikone David Bowie. Ein solcher internationaler Mix sei das Ziel der Produzenten gewesen. Schoregge will „Brücken“ zwischen den Kulturen bauen und die „Talente dieser jungen Leute aus China“ präsentieren. Die interkulturelle Verständigung sei auch im Allgemeinen ein Anliegen des Chinesischen Nationalcircus – der, anders als es der Name suggeriert, in Europa ins Leben gerufen wurde.

Raoul Schoregge stellte bei einer Pressekonferenz am Montag Tänzer aus allen Ecken Chinas vor und erzählte Anekdoten, wie die, wonach die Choreografn Sun Qun Quing in ihrem Heimatland einen so hohen gesellschaftlichen Rang habe, dass sie sogar mal bei einem Flug ins Ausland ausnahmsweise zwei Schwerter in ihrem Handgepäck mitnehmen durfte.

Der Produzent freut sich darauf, bald wieder vor einem größeren Publikum zu stehen als vor einer Handvoll Journalist:innen – bis zu 400 Plätze soll es pro Show in Frankfurt geben. Diese Plätze seien wie um eine Arena herum aufgebaut, man habe die Bühne abgebaut, die Show finde inmitten der Zuschauer:innen auf dem Boden statt. Halt wie im echten Zirkus.

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