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OB-Kandidat:innen gegen Konzert von Roger Waters in der Festhalle

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Von: Florian Leclerc

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Politiker und Politikerinnen fordern die Messe Frankfurt auf, das Konzert von Roger Waters im Mai in der Festhalle abzusagen.

Frankfurt – In Frankfurt fordern die Oberbürgermeisterkandidat:innen von Grünen, CDU und SPD die Messe Frankfurt zu einer Absage des Konzerts von Roger Waters am 28. Mai in der Festhalle auf. OB-Kandidat Uwe Becker (CDU) bezeichnete den Mitgründer von Pink Floyd als „ein schlimmes Beispiel für aggressiven, israelbezogenen Antisemitismus“. OB-Kandidatin Manuela Rottmann (Grüne) sagte, Waters bediene „regelmäßig antisemitische Narrative“.

Roger Waters bei einem Auftritt in Argentinien 2018.
Roger Waters bei einem Auftritt in Argentinien 2018. © Guido Adler/dpa

OB-Kandidat Mike Josef (SPD) betonte, Antisemitismus habe in Frankfurt keinen Platz; als Aufsichtsrat der Messe wolle er die Geschäftsführung des Unternehmens per Antrag zu einer Absage bewegen. Eigentümer der Messe Frankfurt sind zu 60 Prozent die Stadt Frankfurt, zu 40 Prozent das Land Hessen.

Messe Frankfurt sieht keinen Anlass, Vertrag zu kündigen

Die Messe hielt daran fest, der Vertrag mit dem Veranstalter FKP Scorpio sei vor Abschluss rechtlich geprüft worden. Solange sich Roger Waters nicht außerhalb des Gesetzes bewege, sehe die Messe keinen Anlass, den Vertrag zu kündigen. Gleichzeitig sei sich das Unternehmen des historischen Unrechts bewusst: Im November 1938 wurden Hunderte jüdische Bürger in die Festhalle getrieben, von wo aus es Massentransporte in Konzentrationslager gab.

„Die Freiheit der Kunst ist sehr wichtig, aber Roger Waters hat in seinen Konzerten mehrfach antisemitische Zeichen verwendet und ist als Unterstützer der offen antisemitischen BDS-Kampagne bekannt“, so Thomas Bäppler-Wolf, kulturpolitischer Sprecher der SPD im Römer. Die SPD-Fraktion fordere die Absage des Konzerts. (Florian Leclerc)

Empörung in Kiew - Beifall in Moskau: Roger Waters, Mitbegründer der Band Pink Floyd, hat sich zum russischen Angriffskrieg in der Ukraine geäußert. Unter anderem behauptet er, die USA verlängerten die Dauer des Krieges. Soll man deshalb nun Waters nicht mehr hören und Annie Ernaux nicht mehr lesen?

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