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Bis Sommer 2021 soll der „Erweiterungsbau für eine Ganztagsbetreuung“ fertiggestellt werden.

Höchst

Frankfurt: Robert-Blum-Schule in Höchst bekommt Anbau

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Die Einrichtung an der Gerlachstraße wird zur Ganztagsschule. Die Stadt investiert rund acht Millionen Euro.

Viel Platz zum Toben haben die Robert-Blum-Schüler derzeit nicht. Bauzäune versperren den Weg auf den Pausenhof für die 430 Grundschüler. Das soll sich bis zum Frühjahr oder Sommer 2021 ändern. Da will die Stadt den „Erweiterungsbau für eine Ganztagsbetreuung“ an der Robert-Blum-Schule fertig gestellt haben. Der Architekt Karim Scharabi spricht von „Ostern 2021“. Am Freitagvormittag hat Baudezernent Jan Schneider (CDU) vor Ort zunächst einmal den Baubeginn verkündet.

Hinter den Zäunen, an der Ecke Gerlach-/Hospitalstraße, stehen Kran und Bagger bereit. Die Leiterin der Robert-Blum-Schule, Gabriele Bittner-Brancaglio, hat den Anbau lange herbeigesehnt. „Endlich, nach zehn Jahren, kann die Kinderkiste, unsere erweiterte schulische Betreuung, aus dem baufälligen Holzhäuschen ausziehen und bekommt neue Räume.“ Die Holzbarracke, in der die Nachmittagsbetreuung aktuell noch untergebracht ist, soll nach dem Umzug abgerissen werden.

Es gebe weiteren Raumbedarf, etwa für ein „Lehrerzimmer von angemessener Größe für 35 Personen“. Das soll mit der Verwaltung in der obersten, zweiten Etage des Neubaus eingerichtet werden. Die „Kinderkiste“ soll in den ersten Stock ziehen. Außerdem werde ein Versammlungsraum dringend benötigt. „Wir haben bisher keine Möglichkeit Elternabende in angemessenem Rahmen durchzuführen“.

Zukünftig sollen sie im Erdgeschoss des neuen Gebäudes stattfinden. Dort werden auch Großküche und Mensa sein. Auch eine Intensivklasse soll im Gebäudeteil unterkommen. Durch mobile Trennwände sollen die Räume zu einem großen Veranstaltungsraum für Einschulungsfeiern oder Theateraufführungen verbunden werden können.

Rund acht Millionen Euro kostet der Anbau. Im Vergleich zu anderen Vorhaben eher ein kleines Projekt, findet Baudezernent Jan Schneider. Den kompletten Etat von 160 Millionen Euro für neue Schulgebäude stadtweit habe sein Dezernat in diesem Jahr voll ausgeschöpft.

Eine Fläche von insgesamt rund 2400 Quadratmetern soll der Anbau an der Robert-Blum-Schule bieten. Seit drei Jahren plant Architekt Karim Scharabi mit seinem Darmstädter Büro das neue Gebäude. „Die lange Planungszeit war Überlegungen geschuldet, wo das Gebäude überhaupt stehen soll“, berichtet er und weiter: „Wir haben uns entschieden, es in der Ecke des Baufeldes zu errichten, um viel Freifläche zu erhalten“.

Der Anbau werde an das bestehende holzverkleidete zweistöckige Schulgebäude anschließen. Die Außenfassaden beider Häuser sollen einheitlich mit „vertikalen Holzlamellen“ verkleidet werden und das obere Geschoss des bereits bestehenden Gebäudes soll über das neue durch Aufzüge barrierefrei zugänglich sein. Schulleiterin Bittner-Brancaglio freut sich schon auf einen großen Pausenhof für die Kinder. Auch einen kleinen Bolz- und Basketballplatz soll es wieder geben.

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