+
Bald könnte es wieder eine Tram zwischen Frankfurt und Offenbach geben

Nahverkehr Frankfurt/Offenbach

Tram zwischen Frankfurt und Offenbach: Studie soll Machbarkeit prüfen

  • schließen

Bald könnte es wieder eine Tram zwischen Frankfurt und Offenbach geben. Der RMV plant eine Studie, um die Machbarkeit zu prüfen. Die Finanzierung ist jedoch noch nicht abschließend geklärt.

  • RMV möchte eine Tram zwischen Frankfurt und Offenbach
  • Ursprünglich war die Tram 1996 eingestellt worden
  • Finanzierung für das Projekt zwischen Frankfurt und Offenbach noch nicht abschließend geklärt

Frankfurt - Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) setzt sich dafür ein, dass wieder eine Straßenbahn zwischen Frankfurt und Offenbach fährt. Wie Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) den Stadtverordneten im Verkehrsausschuss des Römer berichtete, würde der RMV eine Machbarkeitsstudie zu diesem Thema mitfinanzieren.

Den Angaben zufolge würde der RMV die Hälfte der Kosten übernehmen. Die andere Hälfte würden sich die Städte Frankfurt und Offenbach teilen; darauf habe er sich mit der Offenbacher Stadträtin Sabine Groß verständigt, führte Oesterling aus.

Tram zwischen Frankfurt und Offenbach

Bis 1996 fuhr die Straßenbahn der Linie 16 von Frankfurt zum Markplatz in Offenbach. 1884 wurde die Tramverbindung zwischen den beiden Städten eröffnet – als erste elektrische Straßenbahn in Deutschland. Nachdem 1995 der S-Bahn-Tunnel zwischen den Nachbarstädten gebaut worden war, wurde die Tram ein Jahr später eingestellt, um Parallelverkehr zu vermeiden.

Vor dem Hintergrund steigender Fahrgastzahlen im Rhein-Main-Gebiet will der RMV nun untersuchen lassen, ob sich eine Verbindung von Frankfurt nach Offenbach lohnt. Neu dabei: Der RMV will prüfen, ob sich der Offenbacher Hauptbahnhof mit der Tram anbinden lässt.

RMV: Hauptbahnhof Offenbach als Verkehrsknoten

„Die Verbindung könnte den Offenbacher Hauptbahnhof als regionalen Verkehrsknoten stärken und gleichzeitig für eine Entlastung des stark ausgelasteten Bahnhofs Frankfurt-Süd oder auch der S-Bahn sorgen“, teilte RMV-Sprecherin Vanessa Rehermann mit. Der RMV würde die Machbarkeitsstudie als Baustein des Frankfurter Generalverkehrsplans zur Hälfte mitfinanzieren, sagte sie.

In den Gesprächen zwischen Frankfurt und Offenbach sei es bislang um eine andere Streckenführung gegangen, sagte Oesterling indes. So sei bislang über den Vorschlag, die Straßenbahn von Oberrad bis Offenbach Markplatz fahren zu lassen und sie als Ringbahn über die Carl-Ulrich-Brücke nach Frankfurt-Fechenheim zu führen, diskutiert worden.

Tram zwischen Frankfurt und Offenbach: Finanzierung nicht abschließend geklärt

Mit einer schnellen Umsetzung rechnet Oesterling nicht. „Wir wollen natürlich, dass sich Offenbach nicht nur bei der Machbarkeitsstudie, sondern auch am Bau beteiligt“, sagte er. Dies sei wegen des Status der Stadt als Schutzschirmkommune schwierig.

Eine Veröffentlichung des neuen Gesamtverkehrsplans sei noch nicht absehbar. Denn zahlreiche Projekte aus dem Gesamtverkehrsplan von 2005 seien noch nicht abgearbeitet, sagte er, darunter die U-Bahn ins Europaviertel, von Bockenheim nach Ginnheim und zum Frankfurter Berg sowie die Straßenbahn in der Gutleutstraße und zum Bahnhof Höchst. Mit einer Veröffentlichung des neuen Gesamtverkehrsplans rechne er „nicht vor der nächsten Kommunalwahl“.

Frankfurt und RMV: Weitere Projekte in Planung

Mit Bad Vilbel hatte sich die Stadt Frankfurt zuletzt auf eine Potenzialstudie zur Straßenbahnverlängerung verständigt. Bis Sommer werden zwei Varianten zur Anbindung beider Städte mit der Tram untersucht. Diese würde über die Friedberger Landstraße zum Heiligenstock und dann entweder über die Frankfurter Straße oder die Alte Frankfurter Straße in Bad Vilbel fahren, eventuell bis zum (Nord-)Bahnhof Bad Vilbel.

Bei einer möglichen Straßenbahnverbindung zwischen Frankfurt und Neu-Isenburg gibt es keine Einigung zwischen den beiden Städten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare