Wer mit der S-Bahn unterwegs ist, der braucht bisweilen etwas Geduld. Genauso wie mit der Fertigstellung von Gateway Gardens. 
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Wer mit der S-Bahn unterwegs ist, der braucht bisweilen etwas Geduld. Genauso wie mit der Fertigstellung von Gateway Gardens.  

Nahverkehr

S-Bahn und Straßenbahn in Frankfurt: Störungen am laufenden Band

Immer wieder kommt es auf den S-Bahn-Strecken zu Verspätungen und Ausfällen. In der Not funktionieren Fahrgäste ein Abteil zur Toilette um.

Als sich am frühen Freitagmorgen gegen 6.30 Uhr Personen auf den Gleisen der S-Bahn-Station Galluswarte befanden, löste die Bundespolizei Frankfurt sofort Alarm aus. Daraufhin stoppte die Betreiberin der Gleise, die Deutsche Bahn, sofort sämtliche Züge. Mit erheblichen Auswirkungen – es gab zahlreiche Zugausfälle und deutliche Verspätungen bei den S-Bahn-Linien 3, 4, 5 und 6. Darüber informierte zwar der RMV schnell per Twitter, doch das tröstete die Pendler und Reisenden nicht wirklich.

Erst nach einer Stunde konnte diese Sperrung wieder aufgehoben werden, wie Julia Katzenbach-Trosch auf Anfrage mitteilte. Und auch, dass der behördliche Jargon „Verzögerungen im Betriebsablauf“ an der Station Frankfurt-Galluswarte oft umschreibe, dass sich Personen auf den Gleisen befänden. So wie in diesem Fall. „Eine solche sogenannte bundespolizeiliche Anordnung müssen wir natürlich sofort befolgen“, betonte die Sprecherin. Es gehe immer um „Schadensverhütung“. Laut Katzenbach-Trosch ist vor allem die S5 von der rund einstündigen Sperrung der Station Galluswarte am Freitagmorgen betroffen gewesen. „Hier mussten teilweise die Züge umgeleitet werden und wir haben auch Züge ganz rausgenommen, um sie nicht immer weiter hintereinander aufstauen zu lassen.“

RMV: Keine genauen Zahlen über betroffene Fahrgäste

Wie viele Menschen von der Sperrung der S-Bahn-Station gestern betroffen waren, mochte die Sprecherin nicht beziffern. „Wir haben etwa 1000 Zugfahrten pro Tag, wir befördern an einem normalen Werktag im Schnitt rund 500 000 Menschen.“ Sie schätzte jedoch, dass am Freitagmorgen weniger Pendler in den S-Bahnen unterwegs gewesen seien als sonst, weil Donnerstag und Freitag „Brückentage“ gewesen seien und zudem noch Urlaubs- und Ferienzeit sei.

Wenig Fahrspaß hatten gestern Mittag auch die Nutzer der Straßenbahnlinien 11, 12 und 14 – die Demonstranten von „Fridays for Future“ sorgten laut RMV für die erhebliche Störungen der Verbindung zwischen 13 und 14.15 Uhr. In der Folge der Sperrung der Altstadtstrecke kam es zu weiteren Verspätungen und Fahrplanabweichungen. Auf der Linie 12 kam es gegen 14 Uhr zudem noch zu Verspätungen wegen eines vorangegangenen Verkehrsunfalls.

RMV: Streckensperrung zwingt S8 und S9 in die Umleitung

Probleme gab es gestern Mittag auch auf der S-Bahn-Strecke vom Frankfurter Hauptbahnhof zum Flughafen. Wie der RMV per Twitter mitteilte, gab es Ausfälle und Verspätungen. Betroffen waren die Linien S8 und S9. Die Bahnen der S8 verkehrten nur zwischen Wiesbaden-Hauptbahnhof und Mainz-Gustavsburg beziehungsweise zwischen Rüsselsheim-Bahnhof und Hanau-Hauptbahnhof. Grund dafür war ein Feuerwehreinsatz am Bahnhof in Mainz-Bischofsheim, dort war Gefahrgut ausgetreten, daraufhin mussten Feuerwehrleute Schadstoffe beseitigen. Was einige Zeit in Anspruch nahm.

Für Ungemach sorgte auch die Störung am Donnerstagnachmittag auf den S-Bahn-Linien 1, 2, 8 und 9 sowie der Regionalbahn RB 61 in Frankfurt und Offenbach, die bis etwa 18 Uhr für Ausfälle, Verspätungen und Umleitungen sorgte. Grund war eine Stellwerksstörung im Abschnitt Offenbach-Ost. Die S2 stand bei Offenbach mehrere Stunden auf der Strecke. Die Fahrgäste waren so verzweifelt, dass sie die erste Klasse zur Toilette umfunktionierten und in Becher urinierten.

Ute Vetter

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