Kalbach / Riedberg

Bauen für 600 Schüler

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Die Arbeiten für das künftige Gebäude der IGS beginnen: Bis zum Schuljahr 2021/22 soll direkt an der U-Bahn-Station Riedberg das moderne Gebäude entstehen.

Vor der riesigen Baugrube in der Gräfin-Dönhoff-Straße stechen mehrere Spaten in einen Erdwall. Sie stehen bereit, um mit dem symbolischen ersten Spatenstich den Neubau der IGS Kalbach-Riedberg zu beginnen. Denn bis zum Schuljahr 2021/2022 soll direkt an der U-Bahn-Station Riedberg das moderne Gebäude für knapp 600 Schüler der Jahrgangsstufen fünf bis zehn entstehen. „Mit diesem Projekt reagieren wir auf die weiter stark steigenden Schülerzahlen im Frankfurter Norden“, sagt Baudezernent Jan Schneider (CDU). Auch Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) freut sich, dass „hier ein innovatives Gebäude, dessen Architektur sich stark am pädagogischen Konzept der Ganztagsschule orientiert“, entsteht.

Neben dem Schulgebäude sind auf dem rund 14 000 Quadratmeter großen Grundstück eine Zwei-Felder-Sporthalle, Räume für ein regionales Beratungs- und Förderzentrum sowie eine Dienstwohnung des Schulverwalters vorgesehen. Die Kosten für den komplett in Passivhausbauweise geplanten Schulcampus belaufen sich Schneider zufolge auf rund 47 Millionen Euro.

„Aufbau, Zukunft und Freude bedeutet der heutige Spatenstich für uns“, verkündet Schulleiterin Susanne Gölitzer. Gemeinsam mit der stellvertretenden Schulleiterin Mareike Klauenfügel erinnert sie daran, dass „wir im Jahr 2016 noch eine Schule ohne Kinder hatten, wo erst mal nur das theoretische Konzept einer IGS erarbeitet wurde“. Nun freuen sich beide, dass sich ein Gebäude konzipieren ließ, in dem „Architektur und Pädagogik ineinandergreifen“, so Klauenfügel. Denn in dem Schulgebäude ist eine Aufteilung der Nutzung in sogenannte Lernhäuser geplant. Je vier Klassenräume werden um einen zentralen, multifunktionalen und aufteilbaren Gruppenraum angeordnet, öffentliche Bereiche und Verkehrsflächen als Kommunikations- und Lernzonen, als Treffpunkte oder Rückzugsräume für Schüler nutzbar gemacht.

Ausgestattet mit kleinen Schaufeln und Eimern, hat sich auch eine Schülerdelegation der IGS Kalbach-Riedberg aus ihrem derzeitigen Übergangsquartier in der Carl-Hermann-Rudloff-Allee auf den Weg zum Spatenstich des Neubaus ihrer Schule gemacht. In einem Eimer mit der bunten Aufschrift IGS Kalbach-Riedberg, den sie als „Zeitkapsel“ bezeichnen, transportieren sie ein „mumifiziertes Hühnchen“, wie Lina aus der fünften Klasse erzählt. Die Idee stammt aus einer Projektgruppe zum Thema Ägypten des vorherigen, sechsten Jahrgangs der Schule. Zusammen mit dem niedergeschriebenen Schulkonzept soll es auf der Baustelle vergraben werden „und wenn es irgendwann gefunden wird, können die Leute sich durchlesen, wie wir zur Schule gegangen sind und an dem Hühnchen riechen“, erklärt die Fünftklässlerin.

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