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Ein Bild aus der Serie „Setting the Stage“ des niederländischen Fotografen Eddo Hartmann.
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Ein Bild aus der Serie „Setting the Stage“ des niederländischen Fotografen Eddo Hartmann.

Kultur in Hessen

Frankfurt/Rhein-Main: Ideologien mit Bildern entlarven

  • Anja Laud
    vonAnja Laud
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Die internationale Triennale „RAY2021“ widmet sich im Sommer der zeitgenössischen Fotografie. Ausstellungen und Veranstaltungen werden in Frankfurt und in Rhein-Main angeboten.

Monumentale Regierungsgebäude, monotone Wohntürme, fast menschenleere Plätze. Viermal reiste der niederländische Fotograf Eddo Hartmann nach Pjöngjang. Seine Bilderserie „Setting the Stage“ entlarvt die nordkoreanische Hauptstadt als das, was sie ist: ein von einem autoritären Regime für den eigenen Mythos erschaffenes Bühnenbild. Seine Bilder werden in diesem Sommer bei „RAY2021“ zu sehen sein, der internationalen Triennale der künstlerischen Fotografie und verwandter Medien. Sie widmet sich in ihrer vierten Ausgabe dem Thema „Ideologien“.

Die Globalisierung, der Klimawandel, die Konzentration des Reichtums auf wenige Personen, dies alles führe zu einer Polarisierung der Gesellschaft. Ideologien als Rechtfertigung, andere auszugrenzen, gewännen in diesem Klima an Bedeutung, begründete Matthias Wagner K, Direktor des Museums Angewandte Kunst und Mitglied des siebenköpfigen RAY-Kurator:innen-Teams, die Wahl des diesjährigen Triennale-Themas. Sie wird seit 2012 alle drei Jahre in Frankfurt und im Rhein-Main-Gebiet veranstaltet, um zeitgenössischen Fotografinnen und Fotografen in Ausstellungen und Veranstaltungen ein Forum zu bieten. Einer der Hauptförderer ist der Kulturfonds Rhein-Main.

RAY 2021

RAY 2021 , die internationale Triennale der künstlerischen Fotografie und verwandter Medien, wird vom 26. Mai bis 12. September in Frankfurt und an mehreren Orten im Rhein-Main-Gebiet veranstaltet. Das Thema der vierten Ausgabe lautet „Ideologien“.

Ausstellungen sind u. a. in Frankfurt im Museum Angewandte Kunst und im Museum für Moderne Kunst geplant.

In den Opelvillen Rüsselsheim , Ludwig-Dörfler-Allee 9, läuft bereits die Ausstellung „Hautnah“, die Kriegsfotos der Künstlerin Lee Miller aus den Jahren 1940 bis 1946 zeigt. Sie ist bis zum 25. Juli zu sehen.

Einen Überblick über alle Ausstellungen und Veranstaltungen gibt die Webseite der Triennale. Sie wird fortlaufend aktualisiert. lad

www.ray2021.de

Wie vergangene und gegenwärtige Ideologien (nach-)wirken, das werden über 22 internationale Künstlerinnen und Künstler vom 26. Mai bis 12. September an elf Ausstellungsorten und in neun Städten im Rhein-Main-Gebiet mit ihren Arbeiten zeigen. Fünf Hauptausstellungen seien geplant, sagte Anne-Marie Beckmann, Direktorin der Deutschen Börse Photography Foundation und Mitglied des Kurator:innen-Teams. Vier davon werden in Frankfurt zu sehen sein, im Museum für Angewandte Kunst, im Museum für Moderne Kunst (MMK), in der DZ Kunstsammlung, im Fotografie Forum Frankfurt und eine fünfte in Eschborn in ihrem Haus. Hinzu kommen weitere Schauen von Partnern in der Region. In den Opelvillen in Rüsselsheim läuft bereits ein Partnerprojekt von „RAY2021“, die Ausstellung „Hautnah“ mit Kriegsfotos der amerikanischen Fotografin Elizabeth „Lee“ Miller aus den Jahren 1940 bis 1945.

Im Museum Angewandte Kunst ist zudem ein dreitägiges Festival geplant. Internationale Künstler:innen und Expert:innen werden dort von 1. bis 3. September diskutieren. Hinzu kommen jede Menge Veranstaltungen, unter anderem auch für Schüler:innen. Wagner K zeigte sich zuversichtlich, dass die Pandemie nicht alles zunichtemachen werde. Die Ausstellungshäuser hätten erprobte Hygienekonzepte. Zudem könnten Führungen online angeboten, Veranstaltungen gestreamt werden, sagte Beckmann.

Die Bilder, die Bodo Hartmann in Nordkorea gemacht hat, werden übrigens in der Ausstellung „Us and Them“ in der Deutschen Börse Photography Foundation zu sehen sein. Hier geht es um Gemeinschaften, die sich von anderen abgrenzen.

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