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Frankfurt: „Revolutionäre“ Demonstration am 1. Mai geplant

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Von: Hanning Voigts

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Demonstration des Bündnisses „Revolutionärer Erster Mai“ am 1. Mai 2021 in Frankfurt. Foto: Renate Waldschmidt
Demonstration des Bündnisses „Revolutionärer Erster Mai“ am 1. Mai 2021 in Frankfurt. © Renate Hoyer

Das linksradikale Bündnis „Revolutionärer Erster Mai“ ruft am 1. Mai zu einer Demonstration in Frankfurt auf. Im vergangenen Jahr hatte es nach dem Aufzug schwere Auseinandersetzungen mit der Polizei gegeben.

Ein Bündnis aus linksradikalen Gruppen aus Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet ruft für den 1. Mai zu einer „revolutionären“ Demonstration in Frankfurt auf. Unter dem Motto „Revolutionärer Erster Mai – Gemeinsam gegen Krieg und Kapitalismus“ wollen sich die Teilnehmer:innen ab 18 Uhr am Willy-Brandt-Platz versammeln und dann über die Konstablerwache in Richtung des Zoos ziehen.

Im Aufruf zu der Demonstration wird sich gegen mehr Geld für die Bundeswehr, niedrige Löhne und Preissteigerungen ausgesprochen, außerdem werden in Bezug auf den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine „Kriegsprofiteure“ wie „Ölkartelle, Waffenfirmen, Banken und Konzerne“ angeprangert. Am Ende heißt es in dem Text: „Uns ist klar, dieses System lässt sich nicht reformieren, der Kapitalismus muss weg. Kein Parlament, kein Gericht und kein Gesetz werden uns Gerechtigkeit bringen.“ Unterstützt wird die Demo von der „Gruppe ArbeiterInnenmacht“, dem „Aurora Räteaufbau“ oder dem „Revolutionären Jugendbund Rhein-Main“.

Am 1. Mai vergangenen Jahres hatten sich an einer Demonstration des gleichen Bündnisses fast 4000 Menschen beteiligt. Im Anschluss hatte es schwere Auseinandersetzungen zwischen Demonstrierenden und der Polizei gegeben, Polizeikräfte hatten Pfefferspray und Schlagstöcke eingesetzt. Viele Teilnehmer:innen waren verletzt worden, Sanitäter:innen hatten auch von Knochenbrüchen berichtet. Die Polizei war für den Einsatz massiv in die Kritik geraten und hatte angegeben, vor der Eskalation aus dem Demonstrationszug heraus angegriffen worden zu sein.

Erst am vergangenen Mittwoch war ein 29-Jähriger aus dem mittelhessischen Homberg wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung zu zehn Monaten ohne Bewährung verurteilt worden. Das Amtsgericht Frankfurt sah es als erwiesen an, dass er während der Demonstration einem Polizisten mit einer Fahnenstange aus Holz auf den Helm geschlagen hatte.

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