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Frankfurt: Rettungseinsätze ohne Benzin

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Von: Oliver Teutsch

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Rotes Kreuz testet für drei Wochen E-Einsatzfahrzeug

Auch die Frankfurter Rettungsdienste denken über Klimaschutz nach. So wird ein Einsatzfahrzeug des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) für die kommenden drei Wochen zwar mit dem üblichen Tatü-tata, aber ohne die Fahrgeräusche eines Verbrennungsmotors auf Frankfurts Straßen unterwegs sein. In einem Test soll sich ein Rettungswagen mit Elektromotor bewähren. Das Projekt angeleiert hat Benedikt Hart. Er ist nicht nur Leiter des Rettungsdienstes beim DRK, sondern auch in der Arbeitsgruppe Klimaschutz des hessischen Landesverbands tätig und signalisierte sofort Interesse, als ein Vertreter der Firma WAS sein erstes E-Rettungsfahrzeug anpries.

Zum Einsatz kommen soll das E-Fahrzeug auf der Rettungswache 11 in Bergen-Enkheim. „Dort haben wir ein hohes Einsatzaufkommen, so dass der Test im Live-Betrieb erfolgen kann“, so Hart. Denn geschont werden soll das Einsatzfahrzeug nicht. Das DRK hat aber vorab schon mal eruiert, wie viele Kilometer ein Rettungsfahrzeug in einer Schicht zurücklegt: Etwa 100.

In Hamburg bewährt

Die Kapazität des Testfahrzeugs reiche für 150 bis 200 Kilometer, so dass Verunglückte keine Sorgen haben müssen, auf dem Weg ins Krankenhaus liegenzubleiben. Auch die Gefahr, dass die Fahrzeugbesatzung das Aufladen der Batterie vergessen könnte, hält Hart für gering: „Das medizinische Equipment wie etwa EKG muss ja auch geladen werden.“

Der E-Rettungswagen habe sich schon in einer Testphase in Hamburg bewährt. Unabhängig vom Ausgang des Tests, wird das Rote Kreuz in Frankfurt nach wie vor auf Einsatzfahrzeuge mit Verbrennungsmotor angewiesen sein, gibt Hart zu bedenken: „Die Ladeinfrastruktur muss noch ausgebaut werden und wir haben auch Fernfahrten wie Krankentransporte.“ Ohnehin müssten zunächst mal die Mehrkosten geklärt werden, bevor ein E-Mobil dauerhaft beim Frankfurter Rettungsdienst zum Einsatz kommen kann. Diesbezüglich will Hart bei einer erfolgreichen Testphase bei den Krankenkassen vorfühlen. Das jetzt im Einsatz befindliche Fahrzeug wird Frankfurt in jedem Fall am 22. März wieder verlassen. Dann ist das E-Rettungsfahrzeug für einen Test im westfälischen Kreis Wittgenstein gebucht.

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