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Beliebte Laufstrecken: Jogger laufen an der Nidda bei Berkersheim. Foto: Rolf Oeser
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Beliebte Laufstrecken: Jogger laufen an der Nidda bei Berkersheim.

Fit bleiben

Renaissance der Trimm-dich-Geräte

  • Timur Tinç
    vonTimur Tinç
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Sport treiben ist trotz der Corona-Beschränkungen möglich. Sei es im Park, auf dem Tennisplatz, im Kampfsportverein oder in den eigenen vier Wänden.

Seit mehreren Tagen sind das Mainufer und die Frankfurter Parks besonders hochfrequentiert. Das schlechte Gewissen nach den Schlemmereien an den Weihnachtstagen und an Silvester sowie die Ferien treibt die Menschen mit ihren Turnschuhen und den Fahrrädern ins Freie. Individualsportarten wie Joggen, Radfahren, Wandern, Reiten, Rudern oder Segeln sind in der Corona-Zeit zu jeder Zeit möglich. Da Fitnessstudios, Schwimmbäder und fast alle Sportplätze und Sporthallen im zweiten Lockdown geschlossen bleiben müssen, ist das Sporttreiben eingeschränkt. Die FR gibt einen Überblick, wie sich Jung und Alt trotzdem fit halten können.

Welche Regeln gelten grundsätzlich immer?

Laut Corona-Kontaktbeschränkungsverordnung ist Sport machen alleine, zu zweit mit einer Person aus einem anderen Hausstand oder mit mehreren Personen des eigenen Hausstands jederzeit erlaubt.

Wo kann man in Frankfurt kostenlos Sport treiben?

Die Trimm-dich-Pfade in den öffentlichen Parkanlagen erleben eine kleine Renaissance. Sei es im Riedberg-Calisthenics-Park, im Grüneburgpark oder Huthpark. Einen Überblick gibt es auf www.trimm-dich-pfad.com. Neben den öffentlichen Grün- und Parkanlagen sind vier der städtischen Sportanlagen von 9 bis 16 Uhr geöffnet. In Goldstein, in der Hahnstraße in Niederrad, in der Babenhäuser Landstraße in Sachsenhausen und der Sportpark Preungesheim. Die Umkleidekabinen sind geschlossen.

Welche anderen Sportanlagen dürfen noch auf haben?

Golfplätze, Tennisanlagen sowie Squashcenter durften nach Intervention der Sportverbände wieder öffnen und können telefonisch oder im Internet gebucht werden. „Es sind jetzt nicht übermäßig viele, die kommen“, sagt Stuart Sinclair, Besitzer der Squash-Insel am Industriehof. „Aber die Leute sind zufrieden, dass sie überhaupt Sport machen können bei dem Wetter.“ Für alle Sportanlagen gilt, dass sie Listen zur Nachverfolgung auslegen müssen. Beim Tennis sind auch Doppel möglich, wenn alle vier Personen aus einem Hausstand kommen.

Was ist im Winter sonst noch möglich?

Der Feldberg und die hessischen Bergregionen sind beliebte Ausflugsziele und erlebten zuletzt einen großen Andrang, weshalb sogar Zufahrten geschlossen werden mussten. Vor der Anreise sollte man sich auf jeden Fall informieren, zum Beispiel unter: www.taunus.info.

Welche Sportarten mit zwei Personen sind noch erlaubt?

Alle Kampfsportvereine dürfen ihre Dojos für Mitglieder öffnen. „Wir haben den Mitgliedern die Möglichkeit gegeben, sich online anzumelden“, sagt Pierre Brinitzer von der Sportschule Dome in Bockenheim. Auf zwei Trainingsflächen können je zwei Personen dann individuell mit Bratzen oder im Nahkampf ihre Einheit absolvieren. Die Sportschule hat zudem Luftreiniger beschafft, die das Sechsfache der Luft umwälzen, um das Infektionsrisiko auf ein Minimum zu reduzieren.

Klimmzüge im Freien. Ein Mann trainiert im Gleisfeldpark im Europaviertel.

Was bieten die Vereine ihren Mitgliedern sonst noch?

Sehr viele haben ein Onlineangebot erstellt mit Livetraining über diverse Videokonferenzplattformen. Zusätzlich gibt es Videos, die auf den Internetseiten der Vereine oder Youtube hochgeladen werden. „Unsere Yogagruppe bekommt einen Link von der Trainerin und dann können wir via Zoom zur gleichen Zeit in der gleichen Zusammensetzung unser Übungen machen“, berichtet Marlene Roth, Vorsitzende der SG Enkheim. Das stärke den Zusammenhalt. Trainer Olaf Kirbs, der Seniorensport im Verein anbietet, nimmt in der Woche ein 20-minütiges Video auf und lädt es im Internet hoch. Der Sportkreis Frankfurt hat zahlreiche Links der Sportvereine zusammengestellt: www.mainova-sport.de

Was tun der Sportkreis und die Sportverbände noch?

„Gerade jetzt in der Zeit ist Gesundheitssport für die vulnerablen Gruppen wichtig“, betont Roland Frischkorn, Vorsitzender des Sportkreises Frankfurt. „Durch das Coronavirus spielen andere Krankheiten, wie Krebs, Herz-Kreislauf-Probleme kaum noch eine Rolle.“ Der Sport könne vielen anderen Gebrechen entgegenwirken. Frischkorn und die Sportverbände führen derzeit viele Gespräche hinter den Kulissen mit dem Land Hessen, um den Sport bei einem weiteren Lockdown von den Beschränkungen auszunehmen. Der Sportkreis schlägt eine Gruppengröße von bis zu zehn Personen in allen Bereichen vor, wo unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln Sport getrieben werden kann.

Welche Alternativen gibt es noch?

Es gibt zahlreiche Fitness-Apps. Von der reinen Rückenschule, über Abnehmprogrammen sowie Workouts für Fortgeschrittene ist alles dabei. Geradezu explodiert ist während der Pandemie die Nachfrage für Fitnessgeräte in den eigenen vier Wänden. Ob Hanteln, Ergometer oder Kraftstationen, die Händler warnen vor verzögerten Lieferzeiten. Einen wachsenden Zulauf haben auch Programme wie Zwift und One-Peloton, das als „Netflix-Fitness“ gilt. Auf einem Fahrrad, das mit einem Computer verbunden wird, kann man interaktiv gegen andere Menschen antreten. Während Zwift sich aufs Radfahren beschränkt, bietet One-Peloton auch weitere Kurse wie Yoga an. Allerdings ist das Equipment nicht ganz billig.

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