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Im Schauspiel von 1963 ist das Wolkenfoyer mittlerweile denkmalgeschützt. Foto: dpa
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Im Schauspiel von 1963 ist das Wolkenfoyer mittlerweile denkmalgeschützt.

Städtische Bühnen

Frankfurt: Rekonstruktionisten wehren sich

  • Florian Leclerc
    vonFlorian Leclerc
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Der Magistrat hat das Bürgerbegehren für eine Rekonstruktion des alten Schauspielhauses abgelehnt. Die BFF sieht den Bürgerwillen missachtet.

Die Stadt hat das Bürgerbegehren, das einen Beschluss der Stadtverordneten zum Neubau der Städtischen Bühnen kassieren wollte, abgelehnt. Die Freunde einer Rekonstruktion, die das Bürgerbegehren auf den Weg gebracht hatten, wollen sich nun rechtlich dagegen wehren.

Das kündigte Mathias Mund, der Vorsitzende der Bürger für Frankfurt (BFF), die eine Rekonstruktion unterstützen, an. „Wir werden uns mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln dagegen zur Wehr setzen“, sagte er.

BFF wirft Magistrat Untätigkeit vor

Seiner Ansicht nach scheinen die Argumente, mit denen das Bürgerbegehren abgelehnt wurde, „zum großen Teil willkürlich an den Haaren herbeigezogen“. Mund wies darauf hin, dass 18 410 gültige Unterschriften beim Bürgerbegehren vorlägen – das reiche für einen Bürgerentscheid, eine Art Volksabstimmung, aus.

Der Magistrat hatte das Bürgerbegehren aus formalen und finanziellen Gründen abgelehnt. Er folgte damit einem Gutachten des Rechtsamts. Demnach ist das Bürgerbegehren formal irreführend formuliert, weil so getan werde, als solle ein existierendes Gebäude erhalten bleiben. Dabei sei das historistische Schauspielhaus am Willy-Brandt-Platz im Zweiten Weltkrieg größtenteils zerstört worden. Mauerreste und Verzierungen wurden mit den Städtischen Bühnen überbaut, die 1963 eröffneten.

In finanzieller Hinsicht habe das Bürgerbegehren die Rekonstruktion im Vergleich zum Neubau des Schauspiel als günstiger dargestellt, was so nicht stimme. Im Haushalt stünden auch noch keine Mittel für den Neubau bereit, lediglich Mittel für die Planung. Auch passe weder die große Bühne des Schauspiels Frankfurt noch Nebenbühnen, Büros oder Garderoben in ihrer heutigen Form in den Grundriss des Gebäudes von 1902. Mund warf dem Magistrat indes vor, „übermäßig lang untätig“ gewesen zu sein und das Bürgerbegehren „eiskalt abservieren“ zu wollen. „Das ist eine eklatante Missachtung des Bürgerwillens“, sagte er.

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