Die berühmte Skyline von Frankfurt.
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Die berühmte Skyline von Frankfurt.

Städte-Ranking

Frankfurt: Reich, aber unsexy

  • Stefan Behr
    vonStefan Behr
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Bei einem Städte-Ranking erreicht Frankfurt nur eine maue Platzierung. Besonders sympathisch ist die Stadt den Deutschen nicht. Auf dem Sympathie-Index jedenfalls erreicht Frankfurt eine 5,9 – deutlich weniger als Sympathieprimus Hamburg (7,7).

Wer hätte das gedacht? „Frankfurt/Main hat ein Imageproblem!“ Zu diesem Ergebnis kommen jedenfalls die Macher eines der zunehmend beliebten Städte-Rankings. Diesmal wurden von einem Meinungsforschungsinstitut mehr als 5000 Deutsche befragt, wie sie es denn so mit ihren 50 bedeutendsten Städten hielten.

Erschütternd: In puncto „Markenstärke“ landet Frankfurt auf einem miserablen 21. Platz, eingekeilt zwischen den Schnarchmetropolen Hannover (davor) und Erfurt (dahinter). Sieger in dieser Kategorie sind die üblichen: Hamburg, München, Köln.

Immerhin kommt Frankfurt zumindest in der Wahrnehmung der wirtschaftlichen Stärke auf einen Podestplatz: Platz 3 hinter München und Hamburg, aber noch vor Stuttgart.

Besonders sympathisch ist Frankfurt den Deutschen nicht. Auf dem Sympathie-Index jedenfalls erreicht Frankfurt eine 5,9 – deutlich weniger als Sympathieprimus Hamburg (7,7) aber immerhin deutlich mehr als Schlusslicht Duisburg (4,5). Beängstigend: Eine nicht zu unterschätzende Anzahl der Bundesbürger empfindet die Kommunen Wiesbaden, Magdeburg und gar Kassel als sympathischer als Frankfurt am Main. Was aber kein Grund sein muss, beleidigt zu sein, wenn man bedenkt, dass selbst Städte wie Stuttgart und München laut Studie weit sympathischer rüberkommen als Frankfurt und es sich wohl um eine sehr spezielle Form der Sympathie handeln muss.

„Frankfurt hat Potenzial“

Verheerend ist der Ruf Frankfurts als sichere und saubere Stadt. Platz 44 von 50, noch hinter Dreckspatzennestern wie Essen und Mühlheim/Ruhr. Das kommt halt davon, wenn man einen verdienten Schmutzbekämpfer wie Peter Postleb aus fadenscheinigen Gründen aufs Altenteil abschiebt, da darf man sich dann auch nicht wundern, wenn das etliche Plätze im Saubermann-Ranking kostet.

Zum Schluss das Erfreulichste: „Frankfurt hat Potenzial“, sagen die Studienmacher. „Die Mehrheit der Deutschen glaubt, dass sich die Stadt in Zukunft sehr gut entwickeln wird. Jeder zweite Deutsche kennt nicht nur den Namen der Stadt, sondern verbindet mit Frankfurt/Main mehr“ – etwa Schmutz und Unsicherheit.

Schlusslichter in so ziemlich allen Einzelrankings der neuen Studie sind übrigens Duisburg und Gelsenkirchen. Offenbach hat es erst gar nicht unter die 50 wichtigsten deutschen Großstädte geschafft.

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