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Frankfurt: Rechtsabbiegen in die Ostzeil fällt weg

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Von: Florian Leclerc

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Besonders im Berufsverkehr ist auf der Berliner Straße viel los. Foto: Peter Jülich
Besonders im Berufsverkehr ist auf der Berliner Straße viel los. Foto: Peter Jülich © Peter Jülich

Der Magistrat sieht Frankfurt beim Stau auf einem guten Weg. Künftig soll es in der Innenstadt weniger Parkplätze geben.

In der Frankfurter Innenstadt sollen in Zukunft weitere Parkplätze wegfallen. Das berichtete Kämmerer Bastian Bergerhoff (Grüne) in Vertretung des erkrankten Verkehrsdezernenten Stefan Majer (Grüne) am Donnerstag in der Stadtverordnetenversammlung.

Demnach will der Magistrat den Straßenraum in der Innenstadt priorisieren für das Handwerk, das Andienen der Geschäfte, Paketdienstleister, Taxis, Polizei, Rettungswagen, Feuerwehr, Anwohner:innen, Menschen mit Gehbehinderung und für das Be- und Entladen.

Positive Entwicklung beim Stau

Dem Bericht zufolge haben Besucher:innen mit dem Auto die Möglichkeit, eines der fast 20 Parkhäuser innerhalb des Anlagenrings zu nutzen. Parken kostet dort 2,50 Euro pro Stunde. Parkplätze im öffentlichen Raum einzuschränken, erhöht demnach die Aufenthaltsqualität in der Stadt. Der Handel profitiere von der Laufkundschaft. Die Ziele zur Luftreinhaltung und zur CO2-Einsparung lassen sich laut Bergerhoff nur durch weniger Autos in der Innenstadt erreichen. Gefragt hatte Andreas Lobenstein (AfD).

Bei den Stauzeiten in Frankfurt sah Bergerhoff eine positive Entwicklung. Beim Stauindex von Inrix liege Frankfurt auf Platz 35, weit hinter München auf Platz 1 und Berlin auf Platz 2. Während die Münchener:innen 74 Stunden pro Jahr in der Stadt im Stau stünden, seien es für die Frankfurt:innen gerade einmal 24 Stunden. Frankfurt befinde sich damit auf den Stauniveau von Offenburg und Augsburg. Im Vergleich zu 2019 seien die Stauzeiten in Frankfurt um ein Drittel gesunken.

Der Stauindex von Tomtom wiederum sieht einen Rückgang der Stauzeit im Vergleich zu 2019 um sieben Prozent. Während Frankfurt 2019 unter den zehn Städten mit den längsten Stauzeiten gelegen habe, habe die Stadt 2021 Platz 14 belegt. Gefragt hatte Katharina Knacker (Grüne).

Umbau der Haltestelle Börneplatz

Auf der Kurt-Schumacher-Straße will das Verkehrsdezernat in diesem Jahr das Rechtsabbiegen in die Ostzeil unterbinden. Das Ziel sei, den Verkehrsfluss auf der Kurt-Schumacher-Straße nach Norden zu erhöhen. Derzeit fließe der Verkehr nur schleppend über die Kreuzung von Berliner Straße und Kurt-Schumacher-Straße nach Norden hin ab.

Mathias Pfeiffer (BFF) hatte nach Stau auf der Berliner Straße gefragt, den er dem Wegfall von je einer Fahrspur pro Richtung für Radwege anrechnete. Laut Magistrat verursachen Reisebusse, die über die Busparkplätze hinaus auf der Fahrbahn parkten, den Rückstau; außerdem die Situation an der Kreuzung von Berliner Straße und Kurt-Schumacher-Straße. Die Leistungsfähigkeit der Straße liege nicht an der Zahl der Fahrspuren auf der gesamten Strecke, sondern an der Kreuzung.

Die Situation an der Kreuzung wird sich laut Magistrat künftig weiter verschärfen. Das liege am Umbau der Straßenbahnhaltestelle Börneplatz. Der Halt werde für die künftig 40 Meter langen Straßenbahnen umgebaut. Dadurch falle eine Fahrspur auf der Battonnstraße zwischen Fahrgasse und Kurt-Schumacher-Straße weg.

Laut Magistrat hat der Radweg auf der Berliner Straße die Situation für Radfahrer:innen sicherer gemacht. Die Braubachstraße sei wegen der Straßenbahngleise keine gute Alternative.

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