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Frankfurt: Rathaus ohne Barriere

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Von: Stefan Behr

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Das Alte Berger Rathaus ist immer noch eingerüstet. Renate Hoyer
Das Alte Berger Rathaus ist immer noch eingerüstet. Renate Hoyer © Renate Hoyer

Sanierung in Bergen soll im Juni beginnen

Altes neu macht der Juni: Pünktlich zu Beginn des folgenden Monats sollen die Sanierungsarbeiten am Alten Berger Rathaus in Bergen-Enkheim beginnen. Die Bauzeit an dem teilweise mehr als 500 Jahre alten Gebäude soll laut Planung voraussichtlich zwei Jahre betragen. Die Erfahrung lehrt, dass es deutlich länger dauern wird. Ähnliches gilt für die veranschlagten Sanierungskosten von fünf Millionen Euro.

„Das Alte Berger Rathaus gehört nicht nur zu den ältesten Fachwerkgebäuden im Frankfurter Stadtgebiet, sondern auch zu den bedeutendsten in der gesamten Region zwischen Main und Taunus und ist das Wahrzeichen des Stadtteils. Umso schöner, dass nun die Arbeiten beginnen und das kulturhistorisch sehr bedeutsame Gebäude wieder in Stand gesetzt wird und einen barrierefreundlichen Zugang erhält“, freut sich Kultur- und Wissenschaftsdezernentin Ina Hartwig.

Wird ja auch Zeit: Untersuchungen hatten ergeben, dass der Dachstuhl und das Fachwerk grundsaniert werden müssen. Das Gemäuer bekam ein Stützkorsett verpasst und ist nun schon seit ein paar Jahren geschlossen. Zuvor hatte es eine abwechslungsreiche Geschichte erlebt: es war als Rathaus, Feuerwehrhaus, Polizeistation und zuletzt als Heimatmuseum genutzt worden. Das um 1300 erbaute „Spilhus“ in Form einer überdachten Halle ist massiv aus Stein gemauert. Die Entstehung des Fachwerks wird auf 1507 datiert. Das Erdgeschoss und der erste Stock sollen nach Abschluss der Arbeiten wieder vom Heimatmuseum genutzt werden. Zudem ist geplant, dass der Dachstuhl mit seiner besonderen Konstruktion künftig besichtigt werden kann.

Sinn der Arbeiten ist es, „Dach und Fassade zu erhalten und statisch zu ertüchtigen“. Zudem werden alle Oberflächen der Böden, Wände und Decken überarbeitet. Erhaltenswerte Bauteile, wie Fenster-, Tür-, und Wandbekleidungen werden für den Wiedereinbau aufgearbeitet. Außerdem ist eine „Ertüchtigung in den Bereichen Haustechnik, Brandschutz und die energetische Ertüchtigung“ erwünscht. skb

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