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Blick von der Alten Brücke: So fällt die Spur für die Radler doch gleich viel besser auf.

Verkehr

Frankfurt: Radweg zum Friedberger Tor im neuen Jahr

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Um keine Staus zu produzieren, verschiebt die Stadt den Bau des Radwegs entlang der Friedberger Landstraße in die Zeit nach Weihnachten. Weitere Radwege folgen.

Die vollständige Markierung des Radwegs von der Alten Brücke zum Friedberger Tor verschiebt sich ins neue Jahr. Das teilte das Verkehrsdezernat mit und begründete dies mit dem Weihnachtsgeschäft: „Der Hintergrund ist das hohe Verkehrsaufkommen in der Adventszeit und die Tatsache, dass die Arbeiten zum Teil unter Vollsperrung erfolgen müssen“, sagte Stefan Lüdecke, Referent von Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) und Leiter der Stabsstelle Radverkehr. Durch die Verschiebung würden Staus vermieden.

Ein Teil des Radwegs auf der Kurt-Schumacher-Straße ist aber schon fertig. Das Amt für Straßenbau und Erschließung hat einen roten Radweg zwischen der Schönen Aussicht und der Battonnstraße markieren lassen. Der Abschnitt ist 320 Meter lang.

Die Kosten liegen bei 13 000 Euro. Rotmarkierungen seien relativ teuer, da sie nicht maschinell, sondern händisch auf die Fahrbahn gestrichen werden müssten, teilte das Straßenbauamt mit.

Um die Buslinie 36 zu beschleunigen, wurde zwischen Brückhofstraße und Börneplatz eine der beiden Fahrspuren nach Norden in eine Busspur umgewandelt. Die Busse fahren nun links an den Autos vorbei.

Im Januar oder Februar würden die Arbeiten am Radweg entlang der Kurt-Schumacher-Straße, Konrad-Adenauer-Straße und Friedberger Landstraße fortgesetzt, sagte Michaela Kraft, Leiterin des Straßenbauamts. Dann werde der Radweg von der Battonnstraße bis zum Friedberger Tor markiert und baulich getrennt. Auch dafür falle eine Fahrspur weg.

„Wir haben mit dem Beschluss zum Radentscheid zugesichert, als ersten Schritt auf Hauptverkehrsstraßen die Markierungen so zu ändern, dass der Radverkehr davon profitiert. Wie versprochen legen wir nun nach“, sagte Stadtrat Oesterling. Im nächsten Schritt folge der Radweg vom Friedberger Tor aus nach Süden. Dabei falle ebenfalls eine Fahrspur weg.

Den Ausbau der Radwege in Frankfurt haben die Stadtverordneten beschlossen. Gebaut werden rund 45 Kilometer Radwege bis 2023. Sie sollen in der Regel 2,30 Meter breit und baulich vom Autoverkehr getrennt sein. Radwege entstehen auf der Bockenheimer Landstraße, der Schwarzwald- und Rennbahnstraße sowie der Schweizer Straße.

Zunächst provisorisch getrennte Radwege werden auf der Mörfelder und Offenbacher Landstraße, der Hanauer und Mainzer Landstraße sowie am Hauptbahnhof gebaut. Der Radweg an der Schönen Aussicht ist schon fertig. Geplant sind auch fahrradfreundliche Nebenstraßen, innerstädtische Fahrradtrassen, mehr Abstellplätze und der Umbau von Kreuzungen.

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