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Frankfurt radelt im Grüngürtel und der Innenstadt

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Von: Sandra Busch

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Edith und Harald Wolf laden mit dem Kurbelgenerator ihr Handy am Heiligenstock auf.
Edith und Harald Wolf laden mit dem Kurbelgenerator ihr Handy am Heiligenstock auf. © Oeser

Ein Aktionstag lädt in den Grüngürtel ein und durch die Innenstadt zieht ein Fahrradkorso.

Familie Janz kommt ein wenig schnaufend über den Grüngürtelweg am Heiligenstock an der Mitmachstation an. „Eine lange Passage nur bergauf“, sagt Vater Phil Janz. In Nied sind die vier gestartet, 21,3 Kilometer bisher gefahren. Und dank digitaler Messtechniken kann Janz mit Blick auf seine Uhr auch genau sagen: Es waren bisher zwei Stunden und 34 Minuten. Ein bisschen was liegt an diesem Sonntagmittag aber noch vor ihnen. Sie haben sich den gesamten Grüngürtelrundweg vorgenommen. Mehr als 60 Kilometer.

Die Janz’ nehmen teil am „FahrRad!-Aktionstag“. Er gehört zum Bildungsprogramm „Entdecken, Forschen und Lernen im Frankfurter Grüngürtel“ der Dezernate für Bildung und Umwelt. Dabei gibt es Radtouren für Bürgerinnen und Bürger, einen Parcours und Mitmachstopps im Grüngürtel. An den Stationen dreht es sich um die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen. An einem solchen Stopp ist die Familie Janz gerade angekommen. Es geht um Energie und Klimaschutz, es gibt ein Quiz und es kann unter anderem mit einem Kurbelgenerator ein Smartphone aufgeladen werden. „Und wenn mehrere Verbraucher angeschlossen werden, dann wird es schwerer zu kurbeln“, erklärt Monika Krocke vom Verein Umweltlernen. Dann wird schließlich mehr Energie benötigt. „Es ist immer so eine Selbstverständlichkeit, dass Strom ständig da ist.“

Die neunjährige Amy und der zehnjährige Sam holen sich am Heiligenstock nun Stempel Nummer 6 für ihre Mitmachkarte. Sie haben schon am Sossenheimer Niddaufer Samen erraten, im Brentanopark gebastelt, am Praunheimer Wehr viel über Wasserverbrauch gelernt – und sich einiges gemerkt. „Die Toilettenspülung verbraucht 33 Liter am Tag, duschen und baden 44 Liter“, weiß Sam noch viele gefahrene Radkilometer später.

Bianca Janz hatte ein Plakat der Aktion gesehen und sich gedacht: „Das ist doch ein schönes Abenteuer, mal sehen, wie weit wir kommen.“ Ein Drittel der Strecke ist geschafft, nun geht’s weiter. „Sie sind am höchsten Punkt Frankfurts, ab jetzt brauchen Sie eher gute Bremsen“, sagt Krocke. Die Familie atmet auf.

Sie sind nicht die einzigen, die sich an diesem Tag aufs Rad geschwungen haben. Bis um ein Uhr waren rund 100 Radfahrerinnen und Radfahrer an der Mitmachstation am Heiligenstock. Und in der Innenstadt haben Kinder und Erwachsene auf Rädern für mehr Verkehrssicherheit demonstriert. Beim Fahrradkorso, der von Kidical Mass Frankfurt gemeinsam mit dem Radentscheid Frankfurt organisiert worden war, machten rund 300 Teilnehmer:innen mit.

Die Kleinsten demonstrieren für mehr Verkehrssicherheit. rolf oeser
Die Kleinsten demonstrieren für mehr Verkehrssicherheit. rolf oeser © ROLF OESER

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