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Der Oeder Weg wird umgestaltet. Dafür werden auch Zufahrten wie an der Holzhausenstraße und am Metropolis-Kino geändert.
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Der Oeder Weg wird umgestaltet. Dafür werden auch Zufahrten wie an der Holzhausenstraße und am Metropolis-Kino geändert.

Mobilität

Frankfurt: Radeln auf dem Oeder Weg

  • Boris Schlepper
    vonBoris Schlepper
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Ortsbeirat befürwortet Verkehrsversuch im Nordend, um Straße fahrradfreundlich umzugestalten

Der Ortsbeirat 3 hat sich mehrheitlich dafür ausgesprochen, dass der Oeder Weg im Nordend zur fahrradfreundlichen Nebenstraße ausgebaut wird. Das Gremium verabschiedete in seiner Sitzung am Donnerstag zwei Anträge, in denen es Vorgaben für die zunächst temporäre Umsetzung formulierte. CDU und FDP lehnten diese ab.

Die Straße ist eine von elf Nebenstraßen, die, basierend auf dem Radentscheid und einem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung, für Radfahrer:innen sicherer werden soll. Die Stadt will den Oeder Weg umgestalten. Ein Drittel der Parkplätze soll zugunsten von Aufenthaltsflächen und Raum für Gastronomie wegfallen. An der Holzhausenstraße ist eine Sperre stadteinwärts vorgesehen. In der Gegenrichtung soll die Spur von der Innenstadt kommend am Metropolis enden, dort gelangt man nur noch vom Anlagenring aus in den Oeder Weg. So soll der Durchgangsverkehr reduziert werden (die FR berichtete).

Einer Vorlage der SPD folgend, soll das Konzept in mehreren Schritten umgesetzt werden, die jeweils öffentlich angekündigt und von Verkehrsmessungen und Umfragen begleitet werden. Los geht es im Süden. Bevor ein neuer Abschnitt beginnt, werden die Ergebnisse diskutiert. Die Diagonalsperre Oeder Weg/Holzhausenstraße lehnt der Ortsbeirat ab; die Holzhausenstraße soll weiter in Ost-West-Richtung befahren werden können. Um die Einfahrt von Norden in den Oeder Weg zu verhindern, sei eine technische Lösung nötig.

Die Grünen sprachen sich in ihrem Antrag dafür aus, den Verkehrsversuch mit Zählungen zu begleiten – auch in den Seitenstraßen. Wichtig ist den Stadtteilpolitikern, dass die Funktion des Oeder Wegs als Einkaufsstraße berücksichtigt wird. Wo Platz für Sommergärten entstehe, dürften Passanten nicht eingeschränkt werden. Die Öffentlichkeit soll permanent informiert werden, um negative Auswirkungen auf Anwohner:innen und das Gewerbe zu vermeiden.

Denn das Konzept stößt nicht nur auf Zustimmung. Mehrere Bürger:innen äußerten in der Sitzung die Sorge, dass durch die Umgestaltung der Verkehr in den Seitenstraßen zunehme und keine Parkplätze mehr zu finden sein würden. Ähnlich sieht es Thomas Fruhwirth (FDP), der das Vorhaben als „Parkraumvernichtungskonzept“ bezeichnete. Die CDU hatte angeregt, das Projekt erst nach die Wahl umzusetzen. Wichtiger sei es, noch einmal mit den Betroffenen zu sprechen. Sonst bestehe die Gefahr, dass der Oeder Weg seinen einzigartigen Charakter verliere.

Manfred Zieran von Ökolinx geht die Planung der Stadt nicht weit genug. Der Versuch sei „äußerst vorsichtig“. Der Autoverkehr müsse zugunsten von Fußgänger:innen und Radfahrer:innen reduziert werden. Wichtig sei es, den ÖPNV auszubauen. Das sieht auch Hans-Joachim Habermann (Linke) so. Nur wegen des schlechten ÖPNV hätten so viele Menschen ein Auto.

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