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Etwa 100 „Querdenker“ zogen am Dienstagabend von Bornheim zum Römer. Foto: Christoph Boeckheler
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Etwa 100 „Querdenker“ zogen am Dienstagabend von Bornheim zum Römer.

Frankfurt: „Querdenker“ unter sich

  • vonSabine Schramek
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Wenig Leute bei Demonstration / Polizei geht gegen Verstöße vor

Großen Zulauf haben Corona-Leugner in Frankfurt weiterhin nicht. Am Dienstagabend kamen laut Polizei 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusammen, um bei großem Polizeiaufgebot von Bornheim aus zum Römer zu laufen.

Schon vor Beginn der Demonstration greift die Polizei am Bornheimer Uhrtürmchen mehrfach ein. Ein Mann, der eine Ordnerbinde am Arm trägt, aber keine Maske, darf nicht als Ordner mitlaufen. Er hat ein Attest und bekommt von der Polizei die Wahl, Maske zu tragen oder nicht als Ordner während des Zuges tätig zu sein.

Eifrig im Gespräch mit anderen Teilnehmern fällt ein Mann mit OP-Maske auf. Mit Filzstift steht über die gesamte Breite in Frakturschrift geschrieben: „Impfen macht frei“. Polizeibeamte gehen auf ihn zu, gleichzeitig ertönt eine Durchsage aus dem Lautsprecherwagen der Einsatzkräfte. Wegen eines möglichen Verstoßes gegen die öffentliche Ordnung wird die Maske konfisziert.

Etwa 30 Gegendemonstrant:innen applaudieren, als der Mann mit der Maske von der Polizei weggeführt wird. Als der kleine Zug losgeht, bricht eine Ordnerin mit Maske unter der Nase wohl aus Versehen einen Seitenspiegel eines geparkten Autos in der Berger Straße ab. Ihre Personalien werden festgehalten.

Pfiffe für Corona-Leugner

Immer wieder protestieren Anwohnerinnen und Anwohner aus ihren Fenstern gegen die „Querdenker“ und pfeifen die Corona-Leugner aus. An einigen Straßenecken auf dem Weg zum Römer warten kleine Grüppchen von Gegendemonstrant:innen mit Plakaten. Immer wieder weist die Polizei den Anmelder auf das Einhalten der Abstände hin, der Redner auf dem Wagen gibt es weiter. Einige Ordner haben Sammeldosen dabei und versuchen, von Passanten „Schenkungen“ zu bekommen.

Auch auf dem Römerberg bleiben die Demonstranten unter sich. Einige tanzen, trommeln und singen. Flaggen werden geschwenkt, Plakate mit der Aufschrift „Freiheit beginnt, wo Angst endet“ oder „Im Sterben liegt die Demokratie“ werden hochgehalten. Weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Frankfurt bleibt eine Stadt, in der „Querdenker“ keinen Zulauf finden. Eine Stadt, in der die Polizei eingreift, wenn die Auflagen nicht eingehalten werden. Wohl auch deshalb werden die meisten Aktionen von ihnen aus Darmstadt organisiert.

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