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Demonstration der Initiative Querdenken in Frankfurt
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Der Mann, der sich bei der „Querdenker“-Demo weigerte, eine Maske aufzuziehen und der aggressiv wurde, wird von der Polizei in Frankfurt festgenommen.

Demonstration

„Querdenker“-Demo in Frankfurt: Teilnehmer festgenommen – Lob für die Polizei 

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  • Mirko Schmid
  • Tobias Utz
    Tobias Utz
  • Sophia Lother
    Sophia Lother

Bei der Demonstration der „Querdenken“-Bewegung in Frankfurt nimmt die Polizei einen Teilnehmer fest, der sich weigert, eine Maske zu tragen und aggressiv wird.

  • Zur Demo der selbsternannten „Querdenker“ kommen rund 400 Teilnehmer:innen nach Frankfurt.
  • Die Polizei Frankfurt setzt die Maskenpflicht durch.
  • Ein Teilnehmer der „Querdenken“-Demonstration wird festgenommen.

+++ 19.50 Uhr: Die Polizei Frankfurt meldet eine Festnahme aus den Reihen der rund 400 selbsternannten „Querdenker“ auf dem Rebstockgelände. Ein Mann, der sich zunächst lautstark der Aufforderung verweigerte, einen Mund-Nase-Schutz zu tragen und anschließend aggressiv wurde, wurde laut Polizeiangaben festgenommen. Ansammlungen am ursprünglich geplanten Versammlungsort an der Bertramswiese habe die Polizei „konsequent unterbunden“.

Auf Twitter erfährt die Polizei zumeist Lob für ihr Handeln. Ein Twitter-Nutzer schreibt: „Danke an die Polizei Frankfurt für das konsequente Vorgehen gegen die zahlreichen Verstöße der Schwurbelsekte Querdenken. Besonders hübsch finde ich all die erkennungsdienstlichen Maßnahmen gegen die Rädelsführer. So macht man das.“

„Querdenker“ in Frankfurt – Demonstrationen bisher friedlich

+++ 16.13 Uhr: Bislang verlaufen sowohl die Demonstration der selbsternannten „Querdenker“ als auch die Gegendemonstration „Gegen den Aufritt der Querdenker“ weitestgehend friedlich. Ein Sprecher der Frankfurter Polizei beziffert die Zahl der Teilnehmer:innen der „Querdenken“-Demonstration auf dem Rebstockgelände mit inzwischen etwa 400. Zur Gegendemonstration auf der Betramswiese unweit des Polizeipräsidiums seien nach Angabe der Polizei zunächst rund 150 Teilnehmende gekommen, inzwischen seien nur noch vereinzelte Gegner:innen der sogenannten „Querdenker“ vor Ort.

Bis auf eine kleinere Handgreiflichkeit zwischen einem Teilnehmer der „Querdenken“-Demonstration und einer Gegendemonstrantin blieb es bisher ruhig. Die Polizei vermeldet zum derzeitigen Zeitpunkt keine weiteren Auseinandersetzungen. Der „Querdenker“ hatte leicht nach der sich in seine Richtung bewegenden Aktivistin getreten, woraufhin er von einem Polizisten festgesetzt wurde. FR-Reporter Florian Leclerc berichtet ebenfalls von einer ruhigen, wenig Aufsehen erregenden Veranstaltung. Einige der Teilnehmenden tragen Masken, andere nicht. Die Polizei bemüht sich darum, auf die Maskenpflicht hinzuweisen.

Die Demonstration der sogenannten „Querdenker“ auf dem Rebstockgelände in Frankfurt verläuft bisher friedlich. Vor Ort sind laut Polizei etwa 400 Menschen.

„Querdenken“-Demo in Frankfurt: Bewegung hat neue Pläne – Versammlung doch im Rebstockpark

+++ 15.15 Uhr: Weitere Teilnehmer:innen der sogenannten „Querdenken“-Bewegung treffen im Rebstockpark ein. Wie ein FR-Journalist berichtet, sollen es zwischen 200 und 300 sein. Meldungen, dass eine neue Versammlung mittlerweile auf dem Rebstockgelände angemeldet worden sei, bestätigte jetzt auch die Polizei Frankfurt. „Auf dem Rebstockgelände wurde eine neue Versammlung angemeldet. Wir haben die durch die Stadt ursprünglich erlassenen Auflagen erneut verfügt und an die dortigen Teilnehmer kommuniziert“, heißt es auf Twitter.

+++ 14.12 Uhr: Wie ein FR-Reporter vor Ort berichtet, sei an der Hansaallee in Frankfurt ein „offensichtlicher Querdenken-LKW von der Polizei gestoppt“ worden. Generell sehe es in Frankfurt „einigermaßen ungeflutet aus“. Damit bezieht sich der Journalist auf die Pläne der sogenannten „Querdenken“-Bewegung, die Stadt Frankfurt mit ihren vielen Demonstrierenden regelrecht überfluten zu wollen.

„Querdenken“-Demo in Frankfurt: „Spontane Pressekonfernz“ im Rebstockpark

Indes kommt es im Rebstockpark zu einer „spontanen Pressekonferenz“, berichtet ein Journalist des „Tagesspiegels“. „Die Kollegen vom @hrPresse versuchen den Dialog. Wenig Einsicht auf der anderen Seite“, betitelt er einen Videoausschnitt.

Eine Teilnehmerin der Demonstration der sogenannten „Querdenken“-Bewegung spricht im Rebstockpark in Frankfurt mit Journalist:innen.

Wie die „Initiative Aufklärung statt Verschwörungsideologien (ASVI)“ twittert, wurde nun ein Aufruf getätigt, doch zum Rebstockgelände zu fahren – und das, obwohl die Versammlung dort eigentlich abgesagt wurde. Berichte einer „Querdenken“ nahestehenden Website unterstützen diese Information. Auf der Webseite heißt es: „Es wird eine Spontanversammlung ausgerufen. Die Teilnehmer ziehen dann von der Wesler Werft zur Ausweichfläche am Rebstockpark in Frankfurt“

„Querdenken“-Demo in Frankfurt: Nach Absage – Bewegung hat neue Pläne

+++ 13.57 Uhr: Wie mehrere Nutzerinnen und Nutzer auf Twitter berichten, hatten einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer der sogenannten „Querdenken“-Bewegung offenbar andere Pläne. So haben sich einige einem Schweigemarsch für Julian Assange anschließen wollen, heißt es mit Bezug auf eine der „Querdenken“-Bewegung nahestehenden Website. Wie es auf selbiger Webseite heißt, sei dieser Schweigemarsch jedoch mittlerweile ebenfalls abgesagt worden.

Damit übereinstimmend twittert die Initiative „Aufklärung statt Verschwörungsideologien (ASVI)“: „Der Schweigemarsch wurde von den Veranstalter*innen abgesagt, da sie nicht mit „Querdenken“ zu tun haben wollen. Ursprünglich war geplant, über Schöne Aussicht, Schaumainkai, Untermainbrücke und Roßmarkt zur Hauptwache zu laufen.“

„Querdenken“-Demo in Frankfurt: Versammlung am Rebstockpark kurzfristig abgesagt

+++ 13.43 Uhr: Wie die Polizei Frankfurt soeben auf Twitter mitteilte, hat die Anmelderin der Versammlung im Rebstockpark ihre Anmeldung zurückgezogen. Die Kundgebung unter dem Motto „Wieviel kann man Euch noch glauben? – Medienkritik und Kulturerhalt“, wird dort nach Angaben der Polizei nicht stattfinden.

+++ 13.12 Uhr: Wie die Polizei Frankfurt auf Twitter mitteilt, halten sich nicht alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der sogenannten „Querdenken“-Bewegung in Frankfurt an die Verlegung der Kundgebung. „An der Betramswiese treffen vereinzelt Versammlungsteilnehmer ein, die durch unsere Kräfte nach der aktuell gültigen Auflagenverfügung zur Versammlungsörtlichkeit am Rebstockpark verwiesen werden.“ Ansammlungen an der Bertramswiese in der Nähe des „Hessischen Rundfunks“ würden konsequent unterbunden werden, so die Polizei weiter.

Außerdem soll ab 13.00 Uhr ein Autokorso der sogenannten „Querdenken“-Bewegung stattfinden. Nach Angaben der Initiative „Aufklärung statt Verschwörungsideologien (ASVI)“ soll dieser an der Sandelmühle beginnen und durch die „nordwestlichen Bezirke Frankfurts gehen“.

Frankfurt: „Querdenker“ mobilisieren auf Telegram für Demonstration

+++ 11.15 Uhr: Die Veranstalterinnen und Veranstalter aus der sogenannten „Querdenken“-Bewegung, welche für die Demonstration in Frankfurt verantwortlich sind, sollen via Telegram verbreitet haben, dass sie gegen die Verlegung der Demo in den Rebstockpark klagen wollen. Ursprünglich sollte auf der Bertramwiese in der Nähe des „Hessischen Rundfunk (HR)„ die Kundgebung der sogenannten „Querdenker“ stattfinden.

Die Veranstaltung wurde allerdings verlegt. Gegenüber unserem Reporter gab die Polizei Frankfurt an, dass sie von einer Klage nichts wisse. Man gehen davon aus, dass die Demo weiterhin am festgelegten Ort stattfinde, hieß es. Indes scheinen die Organisatorinnen und Organisatoren der Demonstration trotzdem zum „HR“ zu mobilisieren.

„Querdenken“-Demo in Frankfurt: Mehrere Gegendemonstrationen angemeldet

+++ 10.45 Uhr: Bei der Demonstration der sogenannten „Querdenken“-Bewegung werden rund 1000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet.

„Querdenken“-Demo in Frankfurt: Mehrere Gegendemonstrationen angemeldet

Daneben wurden einige Gegendemonstrationen angemeldet.* Vor dem Gebäude des hessischen Rundfunks will der hessische Landesverband des Deutschen Journalistenverbandes (DJV) eine Kundgebung abhalten. Zudem hat die „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes Bda e.V.“ via Twitter aufgerufen, um 13:30 Uhr „die Pressefreiheit gegen die Angriffe von Querdenkern“ an der Ecke Bertramstraße/Adickesallee zu verteidigen. Auch „nofragida“ hat für 14 Uhr eine Gegendemonstration vor dem HR-Gebäude geplant.

Update vom 11.04.2021, 07.30 Uhr: Ab 13.00 Uhr soll sich ein Autokorso der sogenannten „Querdenken“-Bewegung „wohl durch die nordwestlichen Bezirke Frankfurts“ bewegen. Startpunkt ist laut einer Ankündigung die Sandelmühle.

Die Demonstration am Rebstockpark soll gegen 14.00 Uhr starten. Vor Ort werden nicht nur zahlreiche Demonstrierende, sondern auch ein großes Polizeiaufgebot erwartet.

Frankfurt: „Querdenken“-Demonstration am Sonntag

Update vom 10.04.2021, 15:35 Uhr: Zusätzlich zur für den morgigen Sonntag geplanten „Querdenken69“-Kundgebung soll auch „ein erneuter verschwörungsideologischer Autokorso“ stattfinden. Nach Informationen der Initiative Aufklärung statt Verschwörungsideologien (ASVI) soll dieser um 13 Uhr an der Sandelmühle beginnen und eine Route „wohl durch die nordwestlichen Bezirke Frankfurts“ anpeilen.

Für Sonntag ist eine Demonstration der sogenannten „Querdenken“-Bewegung in Frankfurt geplant. (Archivfoto)

Unterdessen findet bereits aktuell eine kleinere Kundgebung der „Querdenker“ an der Weseler Werft statt. Diese fällt spärlich aus. Augenzeug:innen berichten von etwa 20 Teilnehmenden, die sich zum Protest gegen die Corona-Maßnahmen der Bundes- und Landesregierung zusammengefunden haben. Der Verein „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen & Antifaschisten“ (VVN-BdA) Frankfurt ruft für Sonntag zum Gegenprotest auf. Die Demonstration gegen die „Querdenker“ soll um 13.30 Uhr an der Bertramstraße / Adickesalle starten.

+++ 14:30 Uhr: Das Ordnungsamt Frankfurt hat für die angekündigte Demonstration am kommenden Sonntag (11.04.2021) umfangreiche Auflagen erlassen. Der Ort der Kundgebung wurde wie erwartet von der Bertramwiese in der Nähe des „Hessischen Rundfunks“ in den Rebstockpark verlegt, wie die Stadt am Freitag mitteilte. Der zunächst geplante Demonstrationszug finde nicht statt. Zudem sei eine umfassende Pflicht zum Tragen von Mund-Nasen-Schutz sowie eine Abstandsregelung der Demonstrierenden untereinander und zu unbeteiligten Dritten erlassen worden.

„Querdenken“-Demo in Frankfurt – Stadt verweist auf geltende Corona-Regeln

„Ermittlungen von Polizei und Versammlungsbehörde haben ergeben, dass im Kreise von sogenannten „Querdenken“-Organisationen diese Versammlung bundesweit beworben und umfangreich zur Teilnahme aufgerufen wird“, teilte die Stadt weiter mit. Es sei daher davon auszugehen, dass mehr als die 1000 angemeldeten Teilnehmer bei der Kundgebung vor Ort sein werden.

Die Stadt kündigte an, dass Verstöße gegen die Auflagen Konsequenzen hätten. Die Polizei Frankfurt werde die Versammlung engmaschig begleiten und bei Verstößen entsprechende Maßnahmen einleiten.

„Querdenker“ mobilisieren für Demo in Frankfurt – Ordnungsamt äußert sich zu Verschiebung

Update vom 09.04.2021, 10.30 Uhr: Die für Sonntag (11.04.2021) geplante Kundgebung aus dem Spektrum der sogenannten „Querdenken“-Bewegung vor dem „Hessischen Rundfunk“ könnte auf das Rebstockgelände in Frankfurt verlegt werden. Wie ein Sprecher des Ordnungsamtes der Frankfurter Rundschau bestätigte, sei diese Option mit den Organisator:innen erörtert worden, weil am Rebstock mehr Platz sei und dort die coronabedingten Abstände besser eingehalten werden könnten.

Demo in Frankfurt: „Querdenker“ mobilisieren gegen „gleichgeschaltete Medien“ – Es hagelt Kritik

Erstmeldung vom 08.04.2021, 17.30 Uhr: Frankfurt – Für Sonntag (11.04.2021) ist in Frankfurt eine Demonstration der sogenannten „Querdenker“-Bewegung geplant. Offenbar soll dabei vor dem Hauptgebäude des „Hessischen Rundfunks“ protestiert werden. Der „HR“ sei Teil der „gleichgeschalteten Medien“ heißt es im Vorfeld. Der Demonstrationsaufruf wird unter anderem von der Frankfurter Gruppe „Querdenken 69“ in sozialen Netzwerken verbreitet.

„Querdenker“-Demo in Frankfurt – Gewerkschaft übt scharfe Kritik

Bereits im Vorfeld wird die geplante Demonstration in Frankfurt scharf kritisiert*. Die „Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union“ als Teil der Gewerkschaft „ver.di“ nennt diese „völlig geschichtsvergessen“. Manfred Moos von „ver.di Hessen“ betont, dass eine Gleichschaltung der Presse ein Kennzeichen von Diktaturen, wie des NS-Terrorregimes bis zum Jahr 1945, sei: „Davon sind wir zum Glück weit entfernt“, so Moos.

„Öffentlich-rechtlicher Rundfunk ist deshalb kein Regierungsfunk, sondern Sache der Allgemeinheit“, sagt Moos. Auch die Journalistinnen und Journalisten des „HR“ machten ihre Arbeit „selbstbewusst nach professionellen Standards“. Die Unterstellung einer systematischen Gleichschaltung und politischen Steuerung und Zensur sei nicht nur falsch, sondern gefährde das Vertrauen in alle Medien. Moos betont zudem, dass man hoffe, dass es zu keinen tätlichen Angriffen auf Medienvertreterinnen und Medienvertreter durch sogenannte „Querdenker“, wie auf Corona-Demonstrationen in Kassel oder Stuttgart, komme. „Jeder Angriff auf die Pressefreiheit ist einer zu viel“, so der „ver.di“-Vertreter.

Auf Demonstrationen der sogenannten „Querdenken“-Bewegung tritt unter anderem Ex-Nationalspieler Thomas Berthold auf – und vertritt wirre Thesen. (tu mit epd) *fnp..de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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