Wohnungslose

Frankfurt: Quarantäne-Plätze für Obdachlose

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Die Stadt Frankfurt will eine neue Einrichtung schaffen, in der Obdachlose oder Flüchtlinge unter Corona-Verdacht in Quarantäne gehen können. Zivilgesellschaftliche Initiativen fordern derweil, Wohnungslose in Hotels unterzubringen.

Die Stadt Frankfurt plant eine neue Wohnunterkunft, in der obdachlose Menschen oder Flüchtlinge, bei denen der Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus besteht, in Quarantäne untergebracht werden können. Man habe bereits mehrere mögliche Liegenschaften im Blick und sei im Gespräch mit einem Träger, der die Menschen betreuen könnte, sagte Manuela Skotnik, die Sprecherin von Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld (CDU), der Frankfurter Rundschau. Die neue Einrichtung solle zeitnah eröffnet werden.

Zuvor hatten mehrere zivilgesellschaftliche Initiativen an die Stadt appelliert, obdachlose Menschen wegen der Corona-Pandemie in Hotels unterzubringen. „Hunderte Obdachlose in Frankfurt haben keine Möglichkeit, sich in ein Zuhause zurückzuziehen“, heißt es in dem Aufruf. Durch die Einschränkung des öffentlichen Lebens könnten obdachlose Menschen derzeit auch kein Geld durch Betteln oder Flaschensammeln verdienen. Viele Hilfseinrichtungen seien mit der Situation überfordert.

In dieser Lage müssten Obdachlose in Hotels untergebracht werden, wie das etwa in der britischen Hauptstadt London getan werde, heißt es in dem Appell. „Das bedeutet Schutz für die Betroffenen, deren Grundversorgung ebenfalls garantiert werden muss.“ Der Aufruf wird unter anderen vom Netzwerk „Seebrücke“, dem Stadtteilbüro Bockenheim und dem Bündnis „Mietentscheid Frankfurt“ unterstützt.

Dezernatssprecherin Manuela Skotnik sagte dazu, über eine Unterbringung aller Obdachloser in Hotels werde aktuell nicht nachgedacht. „Das können wir jetzt nicht leisten.“ 

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