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Frankfurt: Publikum hält dem Zoo die Treue

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Von: Thomas Stillbauer

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„Wo bleibt der Champagner?“ Die Humboldt-Pinguine hatten im vorigen Jahr 29 Mal Nachwuchs.
„Wo bleibt der Champagner?“ Die Humboldt-Pinguine hatten im vorigen Jahr 29 Mal Nachwuchs. © Zoo Frankfurt

Besucherplus 2021 trotz langer Pandemiepause. Die Erdmännchen behaupten ihre Position als beliebteste Patentiere, gefolgt von drei anderen Tierarten.

Mehr Publikum, wieder mehr Patenschaften: Das zweite Corona-Jahr lief für den Zoo besser als das erste. 2021 wurden hier gut 475 000 Besuche gezählt und damit fast 100 000 mehr als 2020. „Für die, die kamen, gab es einiges Neues zu entdecken“, heißt es in der Jahresbilanz.

Etwa das Kurzschwanzopossum, den Rotbraunen Rüsselspringer und das Sumpfmeerschweinchen – drei neue Arten im Grzimekhaus. 663 Säugetiere in 91 Arten zählte das Team bei der jährlichen Inventur – und da sind Hunderte Brillenblattnasen noch gar nicht dabei. Auf den aufwendigen Fledermaus-Zensus verzichtete der Zoo pandemiebedingt. Bemerkenswerten Nachwuchs hatten etwa Bonobos, Orang-Utans, Erdferkel, Tamanduas und die seltenen Fingertiere. Das größte Team bei den Vögeln stellen die Humboldt-Pinguine mit 57 Damen und Herren samt 29 Küken. Insgesamt haben 339 Zoobewohner in 73 Arten Flügel. Jubel gab es über Nachzuchten bei Kiwis, Gauklern und Marabus. Neu dabei: das Helmperlhuhn. Hut ab.

Fehlen noch die Reptilien (367 Tiere in 56 Arten) und Amphibien (263 Individuen in 23 Arten). Und in den Aquarien des Exotariums rund 2400 Fische in 144 Arten und Tausende Wirbellose in etwa 80 Arten. Wer die zählt: noch einmal Hut ab. Wobei von den allzu wuseligen Arten nicht alle einzelnen Tiere erfasst werden. Sie zählen als eins. Macht zusammen etwa 4000 Individuen in 467 Arten im Zoo.

Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) dankte der Belegschaft für ihre Arbeit und den Zusammenhalt. Sie erinnerte daran, dass im Juni Zoodirektor Miguel Casares aus persönlichen Gründen zu seiner Familie nach Spanien zurückkehrte, und lobte die von ihm angestoßene Konzeptstudie „Zookunft2030+“ als Basis für die Entwicklung. Neue Zoodirektorin ist seit dem 15. Februar Christina Geiger. In Planung sind eine neue Gastronomie und die Vergrößerung der Löwenanlage.

Rekord bei den Tierpatenschaften: Am 31. Dezember hatten 3489 Patinnen und Paten insgesamt 4034 Patenschaften – fast 500 mehr als im Vorjahr. 336 992 Euro Spenden bringen die Tierpatenschaften ein. „Das ist enorm, und ich möchte mich herzlich dafür bedanken“, sagte Zoodirektorin Geiger. Beliebteste Patentiere blieben die Erdmännchen vor Zwergziegen, Rüsselspringern und Pinguinen.

Wegen Corona führte der Zoo zusätzliche virtuelle Programme ein: etwa Videogespräche für Seniorinnen und Senioren sowie für den Jugendclub.

Weitere Zahlen: 17 Folgen des Podcasts „Hinter dem Zoo geht’s weiter“ liefen. 242 Quadratmeter Sonnensegel beschatteten im Sommer die Robbenanlage. Fünf Mal teilte sich das Wildbienenvolk im Zoo. 42 Azubis lernten Zootierpflege. Und 17 Mal versuchte FR-Patenvogel Hobbit, dem Reporter den Kuli zu klauen. Aber das ist eine ganz andere Geschichte.

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