Tod im Gleisbett

Frankfurt: Prozessauftakt im August

  • Stefan Behr
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Mann soll Kind und Mutter im Hauptbahnhof auf Gleis gestoßen haben

Am 19. August soll vor der 22. Strafkammer des Landgerichts der Prozess gegen einen 41 Jahre alten Mann beginnen, dem vorgeworfen wird, am Vormittag des 29. Juli vergangenen Jahres einen acht Jahre alten Jungen und dessen 40-jährige Mutter auf ein Gleis des Hauptbahnhofs gestoßen zu haben. Während es der Mutter mit knapper Not gelang, sich außer Reichweite eines einfahrenden Zuges zu rollen, wurde das Kind von dem Zug überrollt und tödlich verletzt. Anschließend soll der Mann noch einer an einem anderen Bahngleis wartenden 78-Jährigen hinterrücks einen Stoß in den Rücken versetzt haben, die durch den anschließenden Sturz verletzt wurde. Dem Beschuldigten werden Totschlag, versuchter Totschlag und gefährliche Körperverletzung in zwei Fällen zur Last gelegt. Es handelt sich um eine Antragsschrift im Sicherungsverfahren; wie die Staatsanwaltschaft mitteilt, liegen „aufgrund fachärztlicher Untersuchungen Anhaltspunkte dafür vor, dass die Steuerungsfähigkeit des Beschuldigten wegen einer psychischen Erkrankung aufgehoben und er bei Begehung der Taten schuldunfähig war“. Im Falle der Verurteilung erwartet den Beschuldigten also kein Gefängnis, sondern die Unterbringung in der geschlossenen Psychiatrie.

Bislang sind für das Verfahren sechs Verhandlungstage bis zum 28. August terminiert. skb

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