Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Bereits am vergangenen Wochenende war in Frankfurt gegen Israel demonstriert worden. Foto: Michael Schick
+
Bereits am vergangenen Wochenende war in Frankfurt gegen Israel demonstriert worden.

Nahostkonflikt

Frankfurt: Proteste gegen Israel und Antisemitismus geplant

  • Hanning Voigts
    VonHanning Voigts
    schließen

Die Eskalation im Nahen Osten treibt die Menschen in Frankfurt weiter um. Am Wochenende soll es eine weitere Kundgebung gegen Israel geben – und eine gegen Antisemitismus.

Die anhaltende Gewalt im Nahen Osten und die antisemitischen Vorfälle der vergangenen Tage in vielen deutschen Städten treiben die Menschen in Frankfurt weiterhin auf die Straße. Für den morgigen Samstag, 22. Mai, ruft die Palästinensische Gemeinde in Hessen zu einer Kundgebung auf dem Römerberg auf. Ab 15 Uhr werden 750 Menschen erwartet, der Protest steht unter dem Motto „Stop der anhaltenden Nakba – sofortiges Ende der israelischen Annexion und Aggression“.

„Nakba“ bedeutet Katastrophe, so bezeichnen Palästinenserinnen und Palästinenser die Flucht und Vertreibung Hunderttausender Araber:innen während des Palästinakriegs im Jahr 1948. Unmittelbar nach der israelischen Staatsgründung hatten die umliegenden arabischen Staaten vergeblich versucht, den jungen Staat militärisch zu zerschlagen.

Das Ordnungsamt teilte mit, die Verantwortlichen für den Protest hätten sich in einem Vorgespräch glaubhaft von Antisemitismus und Gewalt distanziert. Dennoch habe man das Verbrennen von Pyrotechnik und Aufstachelung zum Hass bei der Kundgebung untersagt.

Die Gruppe „Free Palestine FFM“, die an der Organisation einer propalästinensischen Kundgebung am vergangenen Samstag beteiligt war, hat unterdessen einen Bericht der Frankfurter Polizei zurückgewiesen, demzufolge eine Gruppe von Protestierenden im Anschluss an die Kundgebung versucht habe, zur Frankfurter Westend-Synagoge zu gelangen.

Die Polizei hatte am Samstag getwittert, man habe Personen kontrolliert, die sich „zielstrebig in Richtung einer Synagoge bewegt“ hätten. Free Palestine FFM teilte dazu mit, es handele sich um eine „infame Falschdarstellung“. Die fragliche Personengruppe sei ab der Alten Oper vielmehr von Polizeikräften verfolgt und eingekesselt worden, ihnen sei nicht klar gewesen, dass in der Nähe eine Synagoge liege. Die Polizei teilte der Frankfurter Rundschau auf Anfrage mit, die Gruppe habe sich zügig in Richtung Freiherr-vom-Stein-Straße bewegt, in der die Synagoge liegt. Daher sei man zu der Annahme gelangt, dass sie zur Synagoge wolle, und habe sie kontrolliert.

Unter dem Motto „Genug ist genug“ ruft die neue Frankfurter Fraueninitiative „Women against Racism and Antisemitism“ (Waraa) derweil für Sonntag, 23. Mai, 14 Uhr, zu einer Kundgebung gegen Antisemitismus auf dem Opernplatz auf. Sie erwartet 200 Menschen, im Anschluss an die Kundgebung ist ein Protestzug zur Bockenheimer Warte geplant.

Ein Mitglied der Gruppe sagte der FR, man sei ein relativ neuer Zusammenschluss vor allem jüdischer und migrantischer Frauen, die Bildungsarbeit und Aktivismus gegen Rassismus, Antisemitismus und Sexismus mache. Man habe sich im November 2020 zusammengefunden, weil gerade weibliche und jüdische Stimmen in vielen linken und aktivistischen Kreisen wenig Gehör fänden, so die Sprecherin. Man sei noch in Gründung, offen für alle Frauen und bereite die Gründung eines eingetragenen Vereins vor.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare