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Frankfurt: Protest gegen Yusuf Yerkel

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Ein Aktionsbündnis ruft für Mittwoch erneut zur Demo gegen die Ernennung vom ehemaligen Erdogan-Berater Yusuf Yerkel zum Handelsattaché im türkischen Generalkonsulat Frankfurt auf.

Ein Aktionsbündnis von Vereinen und Organisationen mit türkischem Hintergrund hat für Mittwoch ab 16 Uhr zu einem Protest vor dem türkischen Konsulat aufgerufen. Anlass dafür ist, dass Yusuf Yerkel nach Informationen des Bündnisses heute seinen Job als Handelsattaché antreten soll. Ob das stimmt, ließ sich nicht überprüfen.

Der einstige Berater des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan war im Mai 2014 in die Schlagzeilen geraten. Er hatte nach dem Grubenunglück mit 301 Toten in der westtürkischen Stadt Soma einen am Boden liegenden Demonstranten mit Fußtritten traktiert. Damals hatten Bergarbeiter gegen die Arbeitsbedingungen und die Regierung protestiert. Das Aktionsbündnis hatte bereits im Januar gegen die Ernennung Yerkels zum Handelsattaché vor dem Konsulat demonstriert und ihn zur Persona non grata erklärt.

„Nun laden wir alle handels- und wirtschaftspolitischen Institutionen und Gremien sowie Firmen aus Frankfurt und Hessen dazu ein, die Zusammenarbeit mit der Person Yerkel zu meiden“, schreibt das Bündnis in einem Aufruf. Deutschland sei einer der wichtigsten Handelspartner der Türkei und Frankfurt einer der wichtigsten Wirtschaftsstandorte Deutschlands. „Ein Mensch, der auf einen wehrlosen Menschen eintritt, darf keinen Diplomatenstatus erhalten“, fordert das Bündnis. Es sei inakzeptabel, einen Feind der Demokratie und Menschenrechte, einen Arbeiterfeind auf eine solch wichtige Position hochzuheben. tim

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