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Frankfurt: Protest gegen steigende Preise

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Von: Christoph Manus

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Es droht in Deutschland eine Rezession, die Inflation liegt bereits bei über sieben Prozent.
Nicht nur Gas und Strom, auch Lebensmittel werden gerade immer teurer. © Fabian Sommer/dpa

Die Initiative „Runter mit den Preisen“ ruft zu einer Kundgebung im Frankfurter Gutleutviertel auf. Sie kritisiert die Hilfsmaßnahmen als unzureichend und fordert radikale Lösungen.

In Frankfurt wachsen die Wut und der Widerstand gegen die steigenden Kosten für Lebensmittel und für Energie. „Runter mit den Preisen“, fordert eine gleichnamige Initiative, die für den heutigen Samstag, 12 Uhr, zu einer Kundgebung auf dem Schönplatz im Gutleutviertel am Hauptbahnhof aufruft.

Die initiative ist nach eigenen Angaben schon seit einigen Wochen im Stadtteil aktiv und versucht, die Menschen im Viertel gegen die Preissteigerungen zu mobilisieren. Ziel der Gruppe, die sich auch in der stadtweiten Kampagne „Ebbe langts“ ist es, „Proteste abseits der großen politischen Akteure zu initiieren“. Als Vorbild dient das Bremer Bündnis gegen Preissteigerungen.

Frankfurter Initiative gehen Hilfen der Bundesregierung in Energiekrise nicht weit genug

Der Frankfurter Initiative gehen die Hilfsmaßnahmen der Bundesregierung nicht weit genug. Sie hält sie zum Teil auch für den falschen Weg. Als Beispiel nennt sie die vom Energieversorger Mainova angekündigte Erhöhung des Strompreises um knapp 80 Prozent auf mehr als 50 Cent. Strom werde also trotz der von der Bundesregierung geplanten Deckelung des Preises für 80 Prozent des bisherigen Verbrauchs auf 40 Cent pro Kilowattstunde deutlich teurer, gleichzeitig würden Gewinne der Versorger hoch subventioniert, kritisiert die Gruppe. Sie wirft zudem Lebensmittelkonzernen vor, ihre Gewinne in der Krise „schamlos“ zu steigern.

Die Initiative fordert stattdessen eine „echte Umverteilung von oben nach unten, Lohnsteigerungen in den unteren Einkommensgruppen“ und eine Vergesellschaftung der Energiekonzerne.

Transparenzhinweis: In einer ersten Version war von einer geplanten Deckelung des Strompreises auf 12 Cent pro Kilowattstunde die Rede. Für Strom ist aber ein Deckel von 40 Cent geplant, 12 Cent pro Kilowattstunde sollen die Obergrenze für 80 Prozent des bisherigen Gasverbrauchs sein.

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