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Abgelehnte Asylbewerber steigen in ein Flugzeug. (Symbolbild)

Flüchtlinge

Frankfurt: Protest gegen mutmaßlichen Abschiebeflug

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Flüchtlinge sollen mutmaßlich am Montagabend nach Afghanistan abgeschoben werden. Initiativen rufen zu Protesten am Flughafen auf.

Anlässlich einer mutmaßlich für Montagabend geplanten Sammelabschiebung nach Afghanistan rufen Flüchtlingsinitiativen zu einer Demonstration am Frankfurter Flughafen auf. Ab 18.30 Uhr wollen die Initiativen „No Border FFM“, „Vernetzung gegen Abschiebung“ und das „Afghan Refugee Movement“ in Terminal 1, Abflugsteig C protestieren.

Anlass für die Demonstration ist eine nach Informationen des bayrischen Flüchtlingsrats für Montagabend geplante Sammelabschiebung abgelehnter afghanischer Asylbewerber. Der bayerische Flüchtlingsrat berichtet davon, dass ihm fünf Personen bekannt seien, die am Montag abgeschoben werden sollen. Darunter befinde sich unter anderem ein Asylbewerber, dessen deutsche Partnerin erst im Dezember ihr gemeinsames Kind zur Welt gebracht habe. Der Mann sei in Abschiebehaft genommen worden, noch ehe er das gemeinsame Sorgerecht für das Kind habe beantragen können, erklärte der Flüchtlingsrat.

Wie viele Menschen insgesamt am Montagabend abgeschoben werden sollen, und ob der Abschiebeflug tatsächlich von Frankfurt aus startet, ist allerdings noch unklar. Weder die Bundespolizei am Flughafen noch das Bundesinnenministerium wollten sich auf FR-Anfrage äußern. Zu „mutmaßlichen oder beabsichtigen Rückführungsmaßnahmen“, erteile man im Vorfeld keine Auskunft, erklärte das Innenministerium.

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