+
Entwurf des Büros OMA für die Bühnen am Osthafen - mit dem Hotel-Turm von B&L am Molenkopf.

Oper und Schauspiel

Frankfurt: Projektentwickler legt Entwurf für Bühnen am Osthafen vor

  • schließen

Der Projektentwickler Groß & Partner mischt sich mit einem Entwurf in die Debatte ein.

Der Frankfurter Projektentwickler Groß & Partner hat auf eigene Initiative einen Vorschlag zur Zukunft der Städtischen Bühnen am Osthafen vorgelegt. „Als Frankfurter Unternehmen liegt uns die Stadt und deren Entwicklung am Herzen“, erläuterte Geschäftsführer Jürgen Groß die Idee. Der Entwurf wurde demnach vom Architekturbüro OMA (Office for Metropolitan Architecture) entwickelt.

Zu sehen sind Schauspiel und Theater, die am Osthafen in zwei kreuzförmigen Gebäuden untergebracht sind. Das Bauwerk ist 30 Meter hoch. Eine konvex zulaufende Hülle ummantelt die Bühnen. Die Gebäude sind mit Panoramafenstern versehen, die großzügige Blicke auf den Osthafen, die Skyline und den Main freigeben. Die Logistik soll unterirdisch abgewickelt werden. Für die Öffentlichkeit sind Cafés und eine Aussichtsplattform geplant. Der Raum rund um den Komplex ist als Flaniermeile gedacht.

Groß & Partner wolle damit einen fachlich neutralen Beitrag zur Debatte leisten, führte Groß aus. Der Entwurf sei nicht als Bewerbung um die Ausführung des Projekts zu verstehen. „Wir wollten die Aufgabenstellung einmal von außen denken lassen und aufzeigen, welche Möglichkeiten in dem Bauvorhaben stecken.“ 

Frankfurt: Groß & Partner verantworten weitere Großprojekte

Groß & Partner verantwortet unter anderem die Projekte „Four Frankfurt“ auf dem früheren Deutsche-Bank-Areal, Gateway Gardens am Frankfurter Flughafen sowie die DFB-Akademie in Niederrad. Wie der HR berichtete, stamme der Entwurf allerdings nicht von OMA-Stararchitekt Rem Koolhaas selbst, sondern sei ohne dessen Wissen von einer Mitarbeiterin erarbeitet worden.

Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) teilte mit, die „wie riesige Ufos anmutenden Bauten“ bestätigten sie darin, den Weg in den Osthafen für die Städtischen Bühnen nicht zu gehen. Oper und Schauspiel gehörten ins urbane Zentrum Frankfurts. In Frankfurt hatte die Koalition zuletzt die Sanierung der Bühnen am Willy-Brandt-Platz ausgeschlossen. Der Beschluss für einen Neubau steht noch aus. Michael Guntersdorf, der Leiter der Stabsstelle Zukunft der Städtischen Bühnen, hat angekündigt, bis Mitte April Vorschläge für mögliche Bühnenstandorte vorzulegen, die über die bereits bekannten hinausgingen. Dazu zählen das Raab-Karcher-Areal am Osthafen, das die CDU bevorzugt, der Willy-Brandt-Platz, für den sich die Grünen im Römer aussprechen, sowie der Willy-Brandt-Platz plus ein innenstadtnaher Standort, was wiederum die SPD-Fraktion favorisiert. Die Kosten für den Neubau der Doppelanlage werden mit 875 Millionen Euro angegeben. Zwei Neubauten würden ab 809 Millionen Euro kosten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare