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Salvatore Tati ist Projektmitarbeiter bei „Partizipative Elternstärkung in der Bildungsregion Ost“ (PEB).
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Salvatore Tati ist Projektmitarbeiter bei „Partizipative Elternstärkung in der Bildungsregion Ost“ (PEB).

Frankfurt

Frankfurt: Projekte gegen Hass und Rassismus

  • Stefan Simon
    VonStefan Simon
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Der Verein für Kultur und Bildung gibt in der Union Halle in Frankfurt Einblick in drei neue Projekte. Es geht um den Kampf gegen Rassismus und Extremismus.

Der Verein für Kultur und Bildung (Kubi) hat im Rahmen einer Veranstaltung über den aktuellen Stand ihrer drei Projekte informiert, die sich präventiv gegen Rassismus und Extremismus stellen und im vergangenen Jahr gegründet wurden. Dazu hat Kubi Gäste teilnehmender migrantischer Vereine, beteiligte Partner und Unterstützerinnen und Unterstützer aus der Landes- sowie Stadtpolitik in die Union Halle eingeladen.

Mit dem Projekt „Partizipative Elternstärkung in der Bildungsregion Ost“ (PEB) will Kubi Eltern an Grundschulen bestärken und motivieren, sich aktiv am Schulgeschehen ihrer Kinder zu beteiligen und einzubringen. PEB richtet sich an migrantische Eltern, die das deutsche Schul- und Bildungssystem noch nicht kennen. Angesiedelt ist das Projekt in den Stadtteilen Bergen-Enkheim, Seckbach, Riederwald, Fechenheim, Bornheim, Nordend-Ost und Ostend. Bisher sind neun Grundschulen beteiligt. Besonders im ersten Corona-Jahr sei der Beratungsbedarf sehr hoch gewesen, erinnert sich Projektmitarbeiter Salvatore Tati.

Mit dem Projekt „Hand in Hand gegen Extremismus“ unterstützt Kubi Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeinschaftsunterkünfte, Radikalisierungstendenzen bei jungen männlichen Geflüchteten früh zu erkennen, zu beurteilen und zu intervenieren. „Die Bewohner sollen sich in Workshops mit dem Leben in einer pluralistischen, demokratischen Gesellschaft auseinandersetzen“, sagt Koordinatorin Linda Petsch. Weiterhin sollen Möglichkeiten geschaffen werden, wie sich die Bewohner:innen aktiv in der Unterkunft oder im Stadtteil beteiligen können.

Das dritte Projekt „Migrant*innen-Organisationen Netzwerk für Demokratie“ (MOND) hat zum Ziel, migrantische Organisationen im Kampf für Demokratie und gegen Rassismus miteinander zu vernetzen. Der Kernbestandteil des Projekts ist die Ausbildung zur Multiplikatorin oder zum Multiplikator. Das Schulungsprogramm umfasst 18 Workshops zu Themen wie Demokratie, Öffentlichkeitsarbeit oder politische Bildung. Bisher seien 19 Organisationen aus Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet dabei, sagt Projektleiterin Gelincik Tuzcu.

Für Stadtverordnetenvorsteherin und Schwester des Gründers Arif Arslaner, Hilime Arslaner-Gölbasi, war „Kubi immer am Puls der Zeit“. Man habe den Riecher gehabt, was der aktuelle Bedarf war und entsprechende Projekte ins Leben gerufen.

Auch Bürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg (Grüne) betonte in ihrem Grußwort, dass Arslaner schon früh erkannt habe, dass Arbeit und Bildung für die Teilhabe migrantischer Familien wichtig seien. „Sie haben dieses Land mit aufgebaut. Sie haben es diverser gemacht. Trotz allem werden sie bis heute konfrontiert mit Diskriminierung und Chancenungleichheit.“

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