Virtuelle Events

Programm des Ehrengastlands Kanada zur Buchmesse

  • Florian Leclerc
    vonFlorian Leclerc
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Das Organisationsteam von Canada FBM2020 hat 20 „virtuelle Events“ zusammengestellt. Außerdem gibt es zahlreiche Ausstellungen, Filme und Performances in Frankfurt.

Interessierte können sich dem Literatur- und Kulturprogramm des Ehrengastlands Kanada auf der Frankfurter Buchmesse (14.-18. Oktober) in diesem Jahr digital und physisch nähern.

Das Organisationsteam von Kanada FBM2020 hat 20 „virtuelle Events“ zusammengestellt, die auf seiner Website veröffentlicht werden. Dazu zählt ein einstündiges Gespräch mit der Schriftstellerin und Lyrikerin Margaret Atwood, Autorin des dystopischen Romans „Der Report der Magd“ („The Handmaid’s Tale“), der sie berühmt machte.

Außerdem diskutieren die Schriftsteller Joshua Whitehead, Alix Ohlin und Jocelyne Saucier über „Hope Against Despair“ und die Rolle des Künstlertums bei der Bewältigung von Krisen. Die Autorinnen Kim Thúy, Esi Edugyan und Catherine Hernandez reflektieren Identitätsvorstellungen in „We Contain Multitudes“. Die Illustratoren Guillaume Perreault, David Alexander Robertson, Sydney Smith sprechen in „Picture Perfect“ über Graphic Novels und illustrierte Kinderbücher.

Darüber hinaus treten die Pianistin Alexandra Stréliski, die Hip-Hop-Künstlerin Haviah Mighty, die Singer-Songwriterin Leela Gilday bei „Canada in Harmony“ digital auf. Das literarische Programm Kanadas für die Frankfurter Buchmesse steht unter dem Motto „Singular Plurality“. Der Slogan soll auf die Vielfalt und Kultur Kanadas verweisen, wo jeder einzigartig und durch gemeinsame Werte verbunden sei.

Zahlreiche Ausstellungen und Events sollen den Besucherinnen und Besuchern in Frankfurt die Kultur Kanadas physisch näher bringen. So zeigt der Frankfurter Kunstverein die jüngste und größte Produktion des kanadischen Künstlers Jeremy Shaw, „Phase Shifting Index“. Dabei handelt es sich um eine Siebenkanal-Videoinstallation, die sich über das gesamte Gebäude erstreckt (25. September bis 24. Januar).

Das Künstlerhaus Mousonturm setzt mit der kanadischen Performancegruppe „Mammalian Diving Reflex“ im Oktober 2020 das Stück „All the sex I’ve ever had“ um, in dem Frankfurter Seniorinnen und Senioren über ihre autobiografischen Liebeserfahrungen reden (15. bis 17. Oktober und 20. bis 22. Oktober).

Das Deutschen Filminstitut und Filmmuseum zeigt mehrere kanadische Filme in seinem Kino. Dazu zählen der Klassiker „Entre la mer et l’eau douce“ (1967) von Michel Brault über den gesellschaftlichen Wandel Quebecs in den 1960er Jahren (2. Oktober) und am 3. Oktober ein Porträt der kanadischen Filmemacherin Patricia Rozema, die der sogenannten Toronto New Wave am Ende der 1980er Jahre angehörte: „I’ve heard the mermaids singing“ (1987) sowie weitere Filme.

Das Weltkulturenmuseum präsentiert einen Film zu „Let Them Speak! – Kommentare aus British Columbia, Kanada“ (7. bis 21. Oktober). Dabei kommentieren kanadische Künstlerinnen und Künstler mit eigenen Werken die historische Sammlung des Weltkulturenmuseums.

Das Museum für Kommunikation widmet sich dem kanadischen Technikwissenschaftler Marshall McLuhan, der mit Aussagen wie „globales Dorf“ und „das Medium ist die Botschaft“ berühmt wurde: „Global Warning – Marshall McLuhan und die Künste“, 6. Oktober bis 31. Januar.

Im kommenden Jahr zeigt die Schirn Kunsthalle „Magnet North. Mythos Kanada in der Malerei 1910-1940“ (5. Februar bis 16. Mai 2021) über die Malerei der kanadischen Moderne.

Programm im Internet:

https://canadafbm2020.com

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