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Frankfurt: Polytechniker weiter mit Mosbrugger

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Von: Thomas Stillbauer

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Der alteingesessene Verein will helfen, Frankfurt krisenfest zu machen. Drei Frauen, drei Männer im erweiterten neuen Vorstand.

Die Polytechnische Gesellschaft hat den Naturwissenschaftler und früheren Senckenberg-Generaldirektor Volker Mosbrugger im Amt des Präsidenten für weitere vier Jahre bestätigt, wie die Gesellschaft mitteilte. Als stellvertretende Präsidentin wurde die Juristin Dagmar Meidrodt ebenfalls im Amt bestätigt.

Mosbrugger kündigte als ein zentrales Ziel an, den Frankfurter Traditionsverein als aktive Bürgergesellschaft für die Zukunft zu rüsten. Es gehe darum, „ehrenamtlich engagierte, gut vernetzte Persönlichkeiten zur Mitarbeit zu gewinnen und mit der Gesamtheit unserer Mitglieder die Vielfalt unserer Stadtgesellschaft angemessen zu repräsentieren.“

Die Polytechnische Gesellschaft, 1816 gegründet, organisiert öffentliche Veranstaltungen und fördert Tochterunternehmungen wie das Institut für Bienenkunde in Oberursel, die Stiftung für Blinde und Sehbehinderte, das Kuratorium Kulturelles Frankfurt, den Kunstgewerbeverein Frankfurt und den Verein zur Pflege der Kammermusik und zur Förderung junger Musiker. Besonders präsent in der Öffentlichkeit ist die Stiftung der Polytechniker, die sich der Bildung, dem ehrenamtlichen Engagement und dem Zusammenleben der Stadtgesellschaft widmet.

Mosbrugger kündigte an, die Spielräume der Mitglieder zur aktiven Mitwirkung auszubauen. In Arbeitskreisen soll es etwa darum gehen, die Krisenresilienz der Stadtbevölkerung zu stärken. „Frankfurt für Krisen stark zu machen – dazu wollen wir einen sinnvollen Beitrag leisten“, erklärte Mosbrugger. Weitere Arbeitskreise befassen sich mit Nachhaltigkeit, Demokratie, Inklusion und Start-Ups. Daraus sollen sich gern neue Ideen entwickeln wie etwa das Projekt „Flash“ der jungen Polytechnikerin Catherine Barnes-Scheufler. Es organisiert Workshops an Frankfurter Schulen zu psychischen Erkrankungen.

Der ehrenamtliche Vorstand der Polytechnischen Gesellschaft ist gewachsen und umfasst nun sechs Mitglieder. Dazu gehören der frühere Wirtschaftsprüfer Ekkehardt Sättele als Schatzmeister, der frühere Ärztliche Direktor des Katharinen-Krankenhauses, Ulrich Finke, als Schriftführer, die Finanzexpertin Almut von Tresckow sowie Renate Bleise, zuvor Direktorin der Wöhlerschule.

Einen Wechsel wird es an der Spitze der Stiftung Polytechnische Gesellschaft geben: Frank Dievernich, bisher Präsident der Frankfurt University of Applied Sciences, löst den scheidenden Vorstandsvorsitzenden Roland Kaehlbrandt ab. Finanzvorstand bleibt Johann-Peter Krommer.

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