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„Querdenken“ protestiert im Frankfurter Rebstockpark. Foto: Rolf Oeser
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„Querdenken“ protestiert im Frankfurter Rebstockpark.

Querdenken

Frankfurt: Polizei zieht positives Fazit nach Querdenken-Demo

  • Hanning Voigts
    vonHanning Voigts
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Nach einer Kundgebung der sogenannten Querdenken-Bewegung in Frankfurt lobt die Polizei ihr eigenes Einsatzkonzept. Gegen 120 Menschen wurden Ordnungswidrigkeits-Verfahren eingeleitet.

Nach einer Kundgebung der sogenannten Querdenken-Bewegung am vergangenen Sonntag hat die Frankfurter Polizei ein positives Einsatzfazit gezogen. Es sei gelungen, die Ausübung der Versammlungsfreiheit zu gewährleisten und zugleich konsequent gegen Auflagenverstöße vorzugehen, teilte die Polizei am Montag mit. Den ganzen Tag über habe man „offensiv die Einhaltung der Corona- und Hygieneauflagen“ kontrolliert, hieß es. Die Polizeikräfte hätten 400 Personen kontrolliert und neun Strafanzeigen sowie 120 Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten ausgefertigt. Bei den Ordnungswidrigkeiten sei es jeweils um Verstöße gegen Corona-Auflagen gegangen. Zwei Personen wurden den Angaben zufolge vorübergehend festgenommen.

Am Sonntag hatten bis zu 500 Menschen aus der Querdenken-Szene an einer Kundgebung im Rebstockpark teilgenommen. Ursprünglich war der Protest am Hessischen Rundfunk angemeldet worden, die Versammlungsbehörde hatte den Protest aber an den Rebstock verlegt und zudem Hygienevorschriften gemacht. Die Anmelder:innen hatten ihre Anmeldung letztlich zurückgezogen und am Rebstock eine spontane Kundgebung angemeldet. Ihr Protest richtete sich gegen die deutschen Medien, die sie für „gleichgeschaltet“ halten.

Kritik von Uwe Becker

Frankfurts Bürgermeister Uwe Becker (CDU) hat die Querdenken-Bewegung unterdessen scharf kritisiert und sie als „Gefahr für die öffentliche Ordnung in unserem Land“ bezeichnet. Querdenken verachte die Demokratie, vergleiche die BRD mit der Nazi-Diktatur und die Corona-Schutzmaßnahmen mit den Verbrechen des Holocaust, sagte Becker, der zugleich Beauftragter des Landes Hessen gegen Antisemitismus ist. Querdenken radikalisiere sich sichtbar, dort sammelten sich „Neo-Faschisten, Verschwörungstheoretiker, Antisemiten und andere Extremisten zum Aufstand gegen unsere Gesellschaft“, sagte Becker.

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