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Polizei will Schulung für Anti-Rassismus

  • Oliver Teutsch
    vonOliver Teutsch
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Die Polizei in Frankfurt will sich anti-rassistisch schulen lassen, die Gespräche mit der Bildungsstätte Anne-Frank laufen bereits. BKA und Bundespolizei waren die Vorreiter.

Die Frankfurter Polizei will ihre Beamten offenbar antirassistisch schulen lassen. Eine entsprechende Anfrage bei der Bildungsstätte Anne Frank habe es bereits nach den Anschlägen von Hanau gegeben, sagte die pädagogische Leiterin der Einrichtung, Saba-Nur Cheema, am Montag. Derzeit liefen Gespräche über Art und Umfang eines Anti-Rassismustrainings. Die Bildungsstätte empfehle zwei ganze Tage. „Wir begrüßen diese Initiative ausdrücklich, würden uns aber wünschen, dass rassismus- und antisemitismuskritische Bildungsinhalte fest in den Aus- und Fortbildungsplan von Polizei und Justiz verankert werden“, so Cheema.

Der Bildungstätte zufolge hat es ähnliche Seminare bereits für Führungskräfte beim BKA und für die Bundespolizei gegeben. In den Schulungen ginge es nicht um den moralischen Zeigefinger, sagte Cheema. Vielmehr soll sich jeder Einzelne seiner persönlichen Haltung zu dem Thema bewusst und es solle aufgezeigt werden, wie Rassismus im Alltag, etwa auch in der Werbung, dargestellt wird. Auch die Perspektive von Betroffenen soll aufgezeigt werden. Wenn Rassismus ein gesellschaftliches Problem ist, sei auch die Polizei nicht dagegen immun. Diese Einsicht sei wohl auch bei der Polizei gereift, so Cheema.

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