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Die Polizei informiert, sobald der Fechenheimer Wald geräumt wird

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Von: Florian Leclerc

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Demonstrierende fordern vor dem Polizeipräsidium Frankfurt den Erhalt des Fechenheimer Waldes. Drinnen informiert die Polizei über ihr geplantes Vorgehen.

Frankfurt - Die Polizei beginnt die Räumung der Waldbesetzung im Fechenheimer Wald an dem Tag, an dem sie eine entsprechende Mitteilung veröffentlicht. Das war ein Ergebnis des Info-Gesprächs mit parlamentarischen Beobachter:innen am Montagabend im Polizeipräsidium. Frühestens beginnt die Räumung am Donnerstag (12. Januar), da am Mittwoch die Öffentlichkeit informiert wird.

Auf einen bestimmten Starttermin will sich die Polizei nicht festlegen, wie die Frankfurter Rundschau aus informierten Kreisen erfuhr. Während der Räumung werden demnach Teile der Autobahn 66 gesperrt. Die Anreise wird mit dem öffentlichen Nahverkehr empfohlen. Parlamentarische Beobachter:innen sind zugelassen.

Abgeordnete aus dem Bundestag und dem Landtag haben jederzeit Zugang zum Rodungsgebiet. Stadtverordnete und Ortsvorsteher können täglich um 10 und 14 Uhr in Begleitung von Polizist:innen in den Wald. Ansprechpartner für die parlamentarischen Beobachter:innen ist Stephan Siegler (CDU), ehrenamtlicher Stadtrat in Frankfurt, der im Hauptberuf Polizist ist.

Dem Info-Gespräch zufolge werden sich am Einsatz Polizist:innen beteiligen, die Erfahrung mit der Räumung im Dannenröder Wald gesammelt haben. Der Einsatz soll ohne zeitlichen Druck verlaufen. Sicherheit geht den Angaben zufolge vor.

Demonstrierende halten vor dem Frankfurter Polizeipräsidium Plakate mit dem Schriftzug „Fecher bleibt “ in Händen.
Demonstrierende halten vor dem Frankfurter Polizeipräsidium Plakate mit dem Schriftzug „Fecher bleibt “ in Händen. Peter Jülich © Peter Jülich

Frankfurt: Protest für den Fechenheimer Wald mit 50 Leuten

Auf dem Platz vor dem Frankfurter Polizeipräsidium haben Montagabend laut Polizei zeitgleich zum Info-Gespräch etwa 50 Menschen gegen die Rodung im Fechenheimer Wald demonstriert. Die Kundgebung stand unter dem Motto „Das könnt ihr euch hinter Ohren schreiben - Danni lebt und Fecher wird bleiben“. Aufgerufen hatte die „Ella-Soli-Gruppe Hessen“. In Ansprachen wandte sich Teilnehmende gegen Polizeigewalt.

Seit mehr als einem Jahr halten sich Menschen im Wald auf, um eine Rodung zu verhindern. Die Autobahn-GmbH des Bundes will eine Autobahn durch den Wald bauen. In einem ersten Schritt sollen zwei Baustraßen entstehen. Lkw sollen für den Ausbau der A66 mit Riederwaldtunnel nicht über die vorhandenen Straßen, sondern über diese Baustraße fahren.

Beim planfestgestellten Autobahn-Ausbau soll die A66 von der künftigen Anschlussstelle Borsigallee bis zur A661 am Autobahndreieck Erlenbruch verlängert werden. Die Hälfte der 2,2 Kilometer langen Ausbaustrecke verläuft Planungen zufolge im Tunnel. (Florian Leclerc)

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