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Frankfurt: Platz für zwei neue Hochhäuser

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Von: Gernot Gottwals

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Der Siegerentwurf für das Hochhaus am früheren Polizeipräsidium.
Der Siegerentwurf für das Hochhaus am früheren Polizeipräsidium. © Meixner Schlueter Wendt

Bürgerbeteiligung zum Bebauungsplan Altes Polizeipräsidium beginnt / Pläne im Ortsbeirat vorgestellt

Nach langem Tauziehen hatte die Gerch Group vor vier Jahren das Areal am Alten Polizeipräsidium erworben. Jetzt sollen nach einem von Meixner-Schlüter-Wendt gewonnenen Architekturwettbewerb zwei Hochhäuser, 500 bis 600 Wohnungen, ein Erweiterungsbau für die Falkschule und eine Kita gebaut werden. Der höhere Wohnanteil und ein höheres Hochhaus erfordern neues Baurecht.

Daher wird vom 2. bis 13. Mai die Öffentlichkeit beteiligt. Die Unterlagen können auch online eingesehen und kommentiert werden. Vorab stellte das Stadtplanungsamt den Stand des Verfahrens im Ortsbeirat 1 vor.

Das 4,2 Hektar große Gelände umfasst die Flächen um das Alte Polizeipräsidium und um die Matthäuskirche. „Der Hochhausentwicklungsplan von 2008 sieht auf dem Gebiet des Bebauungsplans zwei Standorte mit Gebäudehöhen von 145 Metern vor“, sagte Tobias Vogel vom Stadtplanungsamt. Abweichend davon ist nun auf dem Areal des Alten Polizeipräsidiums ein bis zu 175 Meter hohes Haus vorgesehen. „Geplant ist eine gemischte Nutzung aus Wohnungen, Gewerbe und Hotel.“ Der Standort an der Hohenstaufenstraße, der im bisherigen Bebauungsplan keine Berücksichtigung fand, ist mit einer Höhe von 130 Metern vorgesehen. Ein Anteil von 30 Prozent soll im geförderten Wohnungsbau hergestellt werden. Durch den neuen Bebauungsplan erhält zudem die Falkschule den seit vielen Jahren geforderten Erweiterungsbau für eine Turnhalle.

Im Ortsbeirat ging es vor allem um eine Aufstockung des Turnhallenbaus mit Schulräumen und um verkehrstechnische Vorbehalte. „Werden die Friedrich-Ebert-Anlage und die Hohenstaufenstraße den wachsenden Verkehr nach der Neubebauung aufnehmen können?“, wollte Falko Görres von der Partei wissen. Vogel meinte, man könne zunächst mit den bereits erhobenen Zahlen arbeiten, die im Bedarfsfall angepasst werden müssten.

„Welche Teile des Polizeipräsidiums werden erhalten, und wo können neue Bäume nachgepflanzt werden?“, fragte Grünen-Sprecher Alexander Mitsch. Der vordere Teil mit der Fassade stehe unter Denkmalschutz, der hintere werde für das 175 Meter hohe Hochhaus abgerissen, erläuterte Vogel. „Hingegen kann es schwierig werden, in Baugebieten nachträglich einfach zwei Baumreihen einzugliedern“, meinte Uwe Wahl, zuständig für Ökologie und Landschaftsschutz. Häufig lägen unterirdische Leitungen im Weg.

Die Unterlagen sind ab 2. Mai im Planungsdezernat und unter www.stadtplanungsamt-frankfurt.de/b556ae einzusehen,

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