Wirtschaft

Platz für Samson gesucht

  • Christoph Manus
    vonChristoph Manus
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Der Ventilhersteller Samson braucht mehr Platz – und hofft, dass die Stadt bereit ist, zu helfen. Der gehört etwa das frühere Gaswerk Ost. Doch da ist die Drogenhilfe „Eastside“.

Um dem Ventilhersteller Samson eine Expansion am Stammsitz im Osthafen zu ermöglichen und so eine Abwanderung ins Umland zu verhindern, prüft die Stadt Frankfurt unter anderem einen Flächentausch. Das hat der Sprecher von Planungsdezernent Mike Josef (SPD), Mark Gellert, am Montag im Gespräch mit der FR berichtet. Das Unternehmen hatte am Freitag mitgeteilt, es spreche mit der Stadt und anderen Eigentümern im Areal über eine Neuordnung der Grundstücksflächen, um eine durchgehende, nicht durch Straßen unterbrochene Gesamtfläche für einen möglichen Neu- und Umbau zu schaffen.

Der Stadt und stadteigenen Gesellschaften gehören Grundstücke, die an das Samson-Areal angrenzen. Mit Nutzern und Nutzerinnen dieser Grundstücke gebe es Gespräche, hieß es. Planungsdezernat, Wirtschaftsdezernat und Wirtschaftsförderung arbeiteten an Lösungsmöglichkeiten. Näher wollte Gellert sich nicht äußern.

An das Samson-Gelände grenzt etwa das frühere Gaswerk Ost an der Schielestraße, das der Stadt gehört. Dort ist die Drogenhilfeeinrichtung „Eastside“, die der Verein Integrative Drogenhilfe betreibt, untergebracht. Auf dem Gelände sind zudem etwa Lager und Werkstätten des Abenteuerspielplatzes Riederwald und des Großen Rats der Karnevalvereine Frankfurt.

Zumindest die SPD im Römer bringt Umzüge der Einrichtung und der Lager ins Spiel, um Samson am Osthafen zu halten. „Klar ist, dass wir alternative Liegenschaften und Unterbringungsmöglichkeiten benötigen“, sagt der wirtschaftspolitische Sprecher der Fraktion, Gregor Amann. Langfristig hält er es zudem für nötig, einen neuen Standort für die Bioabfallbehandlungsanlage an der Peter-Behrens-Straße zu suchen.

Im Mai 2018 war bekannt geworden, dass es mehrere Interessenten für das Gaswerk-Gelände gibt, darunter Samson. Damals hatte die Stadt klargestellt, dass ein Verkauf nicht in Frage komme, und sich die Mieter*innen keine Sorgen machen müssten.

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