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So voll wünschen sich manche die Zeil schon bald wieder.
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So voll wünschen sich manche die Zeil schon bald wieder.

Innenstadt

„Frankfurt-Plan“ soll City wiederbeleben

  • Christoph Manus
    vonChristoph Manus
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Die Stadt Frankfurt und die lokale Wirtschaft bereiten eine Kampagne vor, um Kunden nach der Pandemie zurück in die Innenstadt zu locken.

Mit Aktionen und besonderen Angeboten wollen die Stadt Frankfurt und die Gewerbetreibenden die im Lockdown beinahe verwaiste Innenstadt rasch wiederbeleben, sobald das Infektionsgeschehen es zulässt. Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) spricht von einem „Frankfurt-Plan“, der als „Aufbruchssignal für die Zeit nach dem Lockdown“ wirken solle. Mit diesem werde es gelingen, die Frankfurterinnen und Frankfurter für ihre Innenstadt wiederzugewinnen.

Wirtschaftsdezernent Markus Frank (CDU) spricht vom Ziel, „den Wirtschaftsmotor in Frankfurt schnell wieder auf Touren zu bringen, Arbeitsplätze zu sichern, Lebensqualität für die Bürgerinnen und Bürger zu erhalten und die internationale Strahlkraft der Mainmetropole wieder rasch zu entfalten“.

Als Zeitraum für die Aktionen sind vier Wochen von Ende Mai bis Ende Juni im Gespräch, allerdings nur, wenn die Corona-Lage dem nicht entgegensteht. Nach Vorstellungen der Teilnehmenden des runden Tischs City- und Stadtmarketing, dem Vertreter:innen aus Politik, Wirtschaft und Verbänden angehören, soll es in dieser Zeit etwa „Night Shopping“-Angebote geben, bei denen Geschäfte bis 24 Uhr geöffnet sind. Frankfurter:innen sollen günstig in Hotels übernachten können. Ein Pavillondorf mit Ständen der Partnerstädte Tel Aviv, Mailand, Prag und Budapest soll auf der Zeil entstehen. Foodtrucks sollen aufgestellt werden, Schausteller Angebote machen. Vereine und Kulturanbieter werden sich präsentieren, leerstehende Läden sollen mit Pop-up-Konzepten bespielt werden. Für die Außengastronomie wird es nach dem Willen der Runde weiterhin großzügige Regelungen geben.

Noch zur Diskussion steht laut Stadt, ob es vergünstigte Tickets für die Fahrt mit Bus und Bahn in die Innenstadt geben wird. Weniger wahrscheinlich ist, dass die Stadt es Autofahrer:innen ermöglichen wird, ihre Fahrzeuge an bestimmten Tagen zwei Stunden lang kostenlos in den Tiefgaragen abzustellen. Dafür macht sich insbesondere Ulrich Caspar, der Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK), stark. Eine Umsetzung gilt aber als kompliziert – und widerspricht Bestrebungen, die Innenstadt so autofrei wie möglich zu bekommen.

Noch geprüft wird zudem, ob es einen „Frankfurt-Gutschein“ mit Rabattangeboten geben wird. Die Stadt arbeitet zudem an einem Konzept, wie die zentralen Plätze besser genutzt und verknüpft werden können. Dabei geht es, wie Feldmanns Sprecher Olaf Schiel auf Anfrage sagt, zunächst um temporäre Konzepte, etwa das Aufstellen von Pavillons. Schon jetzt macht sich Feldmann außerdem dafür stark, den nächsten Weihnachtsmarkt auf die Zeil auszuweiten.

Caspar zeigte sich erfreut, dass viele Vorschläge der IHK aufgegriffen worden seien. Er hält es allerdings immer noch für nötig, Kund:innen, die mit dem Auto kommen, unentgeltliches Kurzzeitparken zu ermöglichen. Auch die neue Präsidentin der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main, Susanne Haus, lobte die geplanten Aktivitäten, forderte aber wirtschaftsfreundlichere Parkregelungen. Joachim Stoll, Vizepräsident des Handelsverbands Hessen-Süd, hofft insbesondere auf günstige Angebote für den ÖPNV: Mit reduzierten Fahrpreisen könne es gelingen, wieder mehr Menschen aus dem Umland in die Stadt zu locken, sagte er der FR. Kritik kommt vom Stadtverordneten Luigi Brillante (ELF). Er warnt vor einer „Eventisierung“ des öffentlichen Raums und wirbt für eine autofreie Innenstadt. „Frankfurt muss eine Stadt der Flaneure werden.“

Die nächste Sitzung des runden Tischs ist Ende Februar. Ziel sei es, das Aktionspaket final zu schnüren, sagte OB-Sprecher Schiel am Freitag.

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