Bernd Reisig enthüllt ein Plakat für „Helfen helfen“.
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Bernd Reisig enthüllt ein Plakat für „Helfen helfen“.

Obdachlose

Frankfurt: Plakate informieren, wo es Hilfe gibt

  • Georg Leppert
    vonGeorg Leppert
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Bernd Reisig lässt Info-Plakate aufstellen, um Obdachlose über Hilfsangebote zu informieren. Menschen in der Stadt bräuchten weiterhin Hilfe, sagt er.

Vor einiger Zeit hat sich Bernd Reisig gefragt, wie obdachlose Menschen, die womöglich ziellos durch die Stadt irren, eigentlich von Hilfsangeboten für sie erfahren sollen. Wohl kaum über das Internet, und auch Flyer hätten nicht den gewünschten Erfolg gezeigt, sagt der Medienmanager, der eine eigene Stiftung („Helfen helfen“) gegründet hat. Deshalb kam Reisig auf die Idee mit den Plakaten.

Das Prinzip ist einfach: Aufgeführt werden Hilfsorganisationen – mit Adresse, Öffnungszeiten und ersten Infos, an wen sich das Angebot richtet. Die Frankfurter Tafel ist vertreten und die Teestube Jona, die Elisabeth-Straßenambulanz, der Tagestreff Weser 5 und viele andere Einrichtungen. Insgesamt 100 großflächige Plakate hängen in der ganzen Stadt – weniger Exemplare oder kleinere Motive würden auch nicht zu Reisig passen.

Während des Lockdowns hatte der Manager gemeinsam mit teils prominenten Helfenden Lebensmittel und Hygieneartikel im Bahnhofsviertel verteilt. Dies sei jetzt in dieser Form nicht mehr nötig, sagt Reisig: „Aber es bleibt dabei, dass viele Menschen in der Stadt Hilfe brauchen und erfahren müssen, wo sie diese bekommen.“

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