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Das Milchsackareal an der Gutleutstraße soll ein Platz für Kunst und Kultur bleiben. Dafür hat die mehrheitlich städtische KEG das Gelände erworben. Foto: Renate Hoyer
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Das Milchsackareal an der Gutleutstraße soll ein Platz für Kunst und Kultur bleiben. Dafür hat die mehrheitlich städtische KEG das Gelände erworben.

Stadtplanung

Frankfurt: Perspektiven für das Gutleutviertel

  • Christoph Manus
    VonChristoph Manus
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Die Stadt Frankfurt will im Westen des Gutleutviertels urbanes Gewerbe und Wohnraum ermöglichen. Das soziokulturelle Zentrum auf dem Milchsackgelände bleibt erhalten.

Die Stadt will die Entwicklung des westlichen Gutleutviertels stärker steuern. Das hat Planungsdezernent Mike Josef (SPD) am Mittwoch auf dem Milchsackgelände klargemacht. Die mehrheitlich städtische Entwicklungsgesellschaft KEG hat das Areal gekauft, damit es ein Ort für die freie Kunst- und Kulturszene bleiben kann. KEG-Geschäftsführer Klaus-Peter Kemper sprach davon, das soziokulturelle Zentrum als „Perle“ zu bewahren und weiterzuentwickeln.

Auch um zu verhindern, dass sich entlang der Gutleutstraße neue Hotels und Boardinghäuser, große Einkaufsmärkte oder Rechenzentren ansiedeln, haben die Stadtverordneten vor kurzem Bebauungspläne für zwei Gebiete im Westen des Stadtteils auf den Weg gebracht. Südlich der Gutleutstraße soll ein gemischt genutztes Quartier mit mehreren Hundert neuen Wohnungen, einer Schule, Kitas und Läden entstehen können. Auch die Entwicklung eines Gewerbe- oder Handwerkerhofs, eines mehrgeschossigen Komplexes, in dem mehrere Betriebe unter einem Dach arbeiten, soll geprüft werden. Weil der Stadt in diesem Bereich Grundstücke gehörten, sei es möglich, dass viel günstiger Wohnraum entstehe, sagte Josef. Das zeige auch, wie wichtig es sei, dass die Stadt eine aktive Bodenpolitik betreibe, sich also selbst Flächen sichert.

Der Mainuferweg soll perspektivisch bis Griesheim verlängert werden

Nördlich der Straße soll nach Vorstellungen der Stadt „urbanes Gewerbe“ Platz finden. Dabei denkt Josef etwa an kleine Produktions- und Handwerksbetriebe und an die Kreativwirtschaft. Auch planerisch will die Stadt im Bereich nördlich der Straße Platz für Kunst und Kultur bewahren.

Der Mainuferweg soll zunächst bis zum Sommerhoffpark, perspektivisch bis Griesheim verlängert werden. Josef wies zudem auf Überlegungen hin, den schlecht angebundenen Westen des Viertels an das Straßenbahnnetz anzuschließen.

Peter Peters, der frühere Eigentümer des Geländes, sagte, die von Josef skizzierten Pläne gingen sehr in die Richtung, die er sich vorgestellt habe. Dass die KEG die Nutzung des Areals erhalten und weiterentwickeln wolle, sei „fast wie ein Märchen“. Schließlich gebe es viel zu wenige Plätze in Frankfurt, „wo etwas brodelt und gärt“.

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