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OB Peter Peter Feldmann (SPD) im Januar 2018 in der Frankfurter Paulskirche.

Paulskirche

Paulskirche sorgt für Streit: CDU und Grüne werfen Peter Feldmann Blockade vor

CDU und Grüne im Römer reagieren wütend auf einen Bericht über die Vorstellungen des Frankfurter Oberbürgermeisters Feldmann zur Zukunft der Paulskirche.

Die mühsam erreichte politische Einigung im Römer über die Zukunft der Paulskirche zerbricht. CDU und Grüne reagieren wütend auf den FR-Bericht* über die Vorstellungen von OB Peter Feldmann zur Paulskirche. In Wahrheit sei es der Sozialdemokrat, der die Entwicklung des Gebäudes zum nationalen Ort der Demokratie blockiere.

„Geht es nach dem OB, wird bis 2023 diskutiert, wie es gemacht werden soll“, kritisiert Thomas Dürbeck, der kulturpolitische Sprecher der CDU. Vor fast einem halben Jahr habe die CDU einen Antrag zur Paulskirche in die Koalition eingebracht, der immer noch nicht freigegeben sei.

Er könnte längst den Stadtverordneten vorliegen, doch der OB habe „seine Genossen von der SPD-Fraktion vorerst gestoppt“. Die CDU wolle 2023 den Bundespräsidenten oder die Bundespräsidentin „mit einer neuen Paulskirche begrüßen, die ihrem Rang als Demokratiedenkmal umfassend gerecht wird“. Die Sanierung müsse sich am Wiederaufbau von 1948 orientieren.

Viel Kritik an Peter Feldmann

Sebastian Popp, der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Römer, nennt es sehr bedauerlich, dass der Antrag der CDU „durch die SPD-Fraktion angehalten wurde“. Es handele sich um einen „Eingriff in die normalen Abläufe“, so der Grüne.

Auch Popp betont, der Antrag fordere, die 1948 gewählte Ausstattung und Erscheinungsform der Paulskirche zu respektieren. Das Gebäude stehe in seiner heutigen Form als Symbol für den demokratischen Neubeginn nach der Zeit der Nationalsozialisten.

Es sei bedauerlich, dass der Oberbürgermeister die Debatte um die Gestalt der Paulskirche an sich reiße und der Eindruck entstehe, er wolle die Diskussion um eine Rekonstruktion des Baus aus dem 19. Jahrhundert wieder aufnehmen. Die Grünen bleiben dabei: Es könne „Verbesserungen an der einen oder anderen Stelle“ geben, „aber alles unter Wahrung des Denkmalschutzes“.

Von Claus-Jürgen Göpfert

*fr.de ist Teil der Ippen-Digital-Zentralredaktion

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